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„Ich hasse es zu verlieren“: Waldemar Anton mit seinem ersten Interview als BVB-Profi

Waldemar Anton
Foto: BVB

Vier Jahre im Trikot mit dem Brustring. Ab sofort in Schwarz und Gelb. Waldemar Anton (27) vom VfB Stuttgart verstärkt zur neuen Saison die Abwehr von Borussia Dortmund. Der viermalige Nationalspieler unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. „Freude, pure Vorfreude. Ich bin gespannt darauf, die Jungs kennenzulernen“, reagiert Anton emotional auf sein Engagement beim Bundesligafünften.



In einem vereinseigenen Interview schwärmt der Innenverteidiger von seinem neuen Klub. Der BVB sei „ein Riesen-Verein“ und besitze „unglaubliche Fans“. Anton erzählt von der Kontaktaufnahme der Borussia: „Es war für mich etwas sehr Besonderes, einer der größten Vereine ist auf mich zugekommen und hat gesagt: ‚Wir wollen Dich haben!‘ Da musste ich ehrlich gesagt erstmal ein paar Tage drüber schlafen.“ Doch dann sei ihm „relativ schnell klargeworden“, dass er nach Dortmund wechseln wolle. „Ich bin jetzt sehr froh, hier zu sein“, resümiert der 27-Jährige.

Der im usbekischen Olmaliq als Sohn russlanddeutscher Eltern auf die Welt gekommene Anton spielte lange Zeit für Hannover 96. Im Sommer 2020 holte ihn der VfB Stuttgart für vier Millionen Euro ins Schwabenland. Zu Buche stehen für ihn 141 Pflichtspiele, in denen er viermal netzte und acht Torvorlagen fabrizierte. Im März 2024 debütierte er in der deutschen Nationalmannschaft. Ihm gelang der Sprung in den EM-Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann (36). Beim Turnier absolvierte er 32 Einsatzminuten.

„Das Maximale erreichen“

Seine Dortmunder Kollegen in der DFB-Auswahl hätten ihm „nur Positives vom Verein erzählt, was man für eine Wucht entwickeln kann, vor allem auch, wenn man erfolgreich ist“. Emre Can (30), Nico Schlotterbeck (24) und Niclas Füllkrug (31) seien „Menschen, die immer gewinnen wollen“, berichtet Anton. So schätze er sich auch selbst ein. „Ich hasse es zu verlieren und ich liebe es zu gewinnen. Ich bin ein Typ, der wirklich alles dafür tut, ein Spiel zu gewinnen – auch wenn das Spiel nicht mehr so lange dauert. Es wird nie ein Spiel geben, in dem ich aufgebe“, kündigt der Innenverteidiger an.

Als Ziel für die neue Saison gibt er an, Erster werden zu wollen. „Das Ziel habe ich, seit ich denken kann, eigentlich immer verfolgt.“ Doch es liege „natürlich ein harter und schwieriger Weg“ vor ihm. Doch er wolle „das Maximale erreichen“.

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