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Nuri Sahin: So verliefen seine ersten Wochen als Chef-Trainer des BVB

Nuri Sahin
Foto: IMAGO

Seit dem 1. Juli 2024 steht Nuri Şahin beim BVB in der Verantwortung – seine erste Trainerstation in der Bundesliga. Doch der 35-Jährige frühere Profi von Borussia Dortmund, Real Madrid und FC Liverpool absolvierte nicht nur eine lange Karriere als Aktiver. Auch als Übungsleiter des türkischen Erstligisten Antalyaspor sammelte er bereits einige Erfahrung. Seine erste Tour mit den Schwarz-Gelben als Chef-Coach ist dennoch etwas ganz Besonderes für ihn.



„Ich bin schon als Spieler viel gereist – mit Real, mit Liverpool oder mit dem BVB“, erinnert er sich in einem vereinseigenen Interview. Doch dort sei der Tagesablauf vorgegeben gewesen: „13 Uhr Mittagessen, 17 Uhr Training, 21 Uhr ins Bett. Und diesem Plan folgst du einfach. Mit allem anderen hast du nichts zu tun.“

In der Rolle als Chef-Trainer sei er dagegen „komplett in der Planung“. Dazu zählt Şahin: „Jetlag einplanen, Training verschieben, die Jungs beobachten.“ Das sei durchaus „anstrengend“, weiß der 35-Jährige zu berichten. Verlassen konnte er sich dabei auf seinen Staff. „Chapeau, was auch mein Trainerteam geleistet hat“, bedankt sich der gebürtige Lüdenscheider.

„Nur Positives erzählen“

Mit einem Sieg (3:2 gegen Osaka) sowie einer Niederlage (0:4 gegen BG Pathum United) trat der BVB-Tross die Heimreise an. „Klar, auf die Niederlage in Thailand hätte ich verzichten können“, ärgert er sich noch jetzt über das Debakel in Bangkok. Doch er weiß die Partie richtig einzuordnen: „Alle haben auch die Umstände gesehen, wie es war und wie das Spiel gelaufen ist.“ Der Jetlag nach einem mehrstündigen Flug steckte der Mannschaft noch in den Knochen. Zudem vergab sie einige gute Chancen. Die Niederlage hätte lange nicht so deftig ausfallen müssen.

Letztendlich sei die Reise nach Fernost sinnvoll gewesen, ist Şahin überzeugt. „Auch die Jungs im Team habe ich nochmal besser kennengelernt, auch in meiner neuen Rolle. Wir haben viele Gespräche geführt und ich kann eigentlich – bis auf das Ergebnis in Thailand – nur Positives erzählen“, sagt der Fußballlehrer.

Vor allem Japan hat es dem 35-Jährige angetan. „Ein Traumland, insbesondere die Menschen“, schwärmt Şahin und gesteht: „Ich habe mich nochmal verliebt in das Land. Echt cool.“

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