Offene Fragen in der BVB-Defensive – Tür für Niklas Süle doch noch nicht zu?

Aaron Anselmino und Waldemar Anton sind mit Borussia Dortmund ins Trainingslager nach Marbella gereist, doch ob die beiden Innenverteidiger zum Pflichtspielauftakt am Freitag bei Eintracht Frankfurt einsatzbereit sind, ist noch offen. Denkbar deshalb, dass dann erneut die Stunde von Niklas Süle schlägt, dessen Abschied im Sommer eigentlich als beschlossene Sache gilt, für den sich aber auch noch eine Tür öffnen könnte.

Bei Anton ist die Dortmunder Hoffnung auf ein Comeback in Frankfurt nach einem kleinen Muskelfaserriss mittlerweile groß. Auf jeden Fall deutlich größer als bei Anselmino, den noch immer muskuläre Probleme plagen und dessen Rückkehr deshalb kaum prognostizierbar ist. Immerhin ist dadurch unwahrscheinlich, dass der FC Chelsea von einer Rückholklausel Gebrauch macht und Anselminos Ausleihe nach Dortmund vorzeitig beendet.

Finanzielle Abstriche wären zwingend

Über den Sommer hinaus kann der BVB aber nicht mit Anselmino planen, den Chelsea dann selbst in den Kader einbauen will. Obwohl bei Emre Can die Zeichen auf Vertragsverlängerung stehen, droht der Borussia deshalb in der Innenverteidigung bzw. der Dreierkette wieder eine Baustelle. Allen voran wegen Nico Schlotterbeck, dessen Verkauf nach der laufenden Saison eine Option ist, sollte der Nationalspieler eine Verlängerung seines 2027 laufenden Vertrages final ausschlagen.

Nach Informationen der Bild gibt es beim BVB intern längst Überlegungen für die verschiedenen Szenarien. In diesem Zusammenhang wird dem Blatt zufolge auch die Rolle von Süle neu bewertet. Heißt zwischen den Zeilen wohl nichts anderes als dass man in Dortmund mit dem Gedanken spielt, dem 30-Jährigen vielleicht doch eine Verlängerung über den 30. Juni 2026 hinaus anzubieten.

Voraussetzung für ein neues Arbeitspapier dürfte allerdings sein, dass Süle zu deutlichen finanziellen Abstrichen bereit ist. Aktuell gehört der Ex-Nationalspieler mit einem kolportierten Jahresgehalt von zehn bis 14 Millionen Euro zu den Top-Verdienern und müsste wohl dazu bereit sein, für deutlich weniger zu unterschreiben.

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THemen
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