Ergreift Julien Duranville die Flucht? Das 19 Jahre junge Top-Talent aus Belgien steht vor seinem Abschied von Borussia Dortmund. Zwei Vereine aus dem Ausland sollen sich um den Außenstürmer bemühen.
Der gleichaltrige Teamkollege Cole Campbell hat es Duranville vorgemacht. Bis Ende dieser Saison läuft der US-Amerikaner auf Leihbasis für den Ligarivalen TSG Hoffenheim auf. Die Kraichgauer sicherten sich zudem eine Kaufoption.
Auch für Duranville könnte das Kapitel BVB schon in Kürze enden. Nach Informationen der Bild-Zeitung baggern zwei Klubs an dem zweimaligen A-Nationalspieler. Zum einen gilt der FC Sevilla aus der spanischen Primera División als interessiert. Die Andalusier liefern eine eher mittelmäßige Saison ab, sind als Elfter den Abstiegsrängen näher als den Europapokalplätzen.
Ebenfalls in Stellung gebracht hat sich der Ex-Verein des Belgiers. Demnach befasst sich der RSC Anderlecht mit der Rückkehr des „verlorenen Sohnes“. In der Nachwuchsabteilung des Rekordmeisters erwarb Duranville das Rüstzeug für seinen Start in die Profikarriere. Von 2012 bis 2023 trug der Flügelflitzer den Dress der „Königlichen“.
Viele Verletzungen, wenig Spielzeit
Dortmund legte für den Youngster 8,5 Millionen Euro auf den Tisch und holte ihn im Januar 2023 nach Deutschland. Die Bilanz fällt mit 27 Pflichtspielen und einem Treffer sowie einer Torvorlage ernüchternd aus. Kein einziges Mal absolvierte er die vollen 90 Minuten. Zahlreiche Verletzungen, die sich zu fast 600 Fehltagen summierten, bremsten das Offensiv-Juwel aus.
BVB-Coach Niko Kovač (54) ist von Duranville (noch) nicht überzeugt, nominierte ihn nur selten überhaupt für seinen Spieltagskader. „Wir sind beim BVB und da sind richtig gute Spieler unterwegs. Er auch, aber die anderen sind besser!“, erklärte er vielsagend.
Aktuell scheint es wahrscheinlicher, dass Duranville dem Beispiel Campbells folgt als weiterhin in Dortmund seine Chance zu suchen. Das Interesse anderer Vereine ist offenbar vorhanden.
