Chelsea trifft Entscheidung über BVB-Leihgabe Anselmino

Er zählt zu den großen Überraschungen der Saison. Als Aarón Anselmino (20) bei Borussia Dortmund anheuerte, hatten ihn nur die wenigsten auf dem Zettel. Doch die Leihgabe vom FC Chelsea weiß zu überzeugen. Nun drohte die vorzeitige Rückkehr des Innenverteidigers nach London.

Das Trainerbeben bei seinem Stammverein sandte seine Stoßwellen bis nach Dortmund aus. Enzo Maresca (45) verlor seinen Job bei den Blues an Liam Rosenior (41), der Racing Straßburg verließ. Ob der neue Mann an der Seitenlinie mit Anselmino plant, schien ungewiss.

Die Leihvereinbarung sieht vor, das Chelsea seinen Leihspieler in diesem Januar vom BVB zurückholen kann. Das bestätigte Sportdirektor Sebastian Kehl im Gespräch mit Sky. Eindeutig plädierte der 45-Jährige jedoch für einen Verbleib des Abwehrmannes bei den Schwarz-Gelben: „Ich glaube, es macht für alle Beteiligten Sinn, dass Aaron auch in der Rückrunde für Borussia Dortmund spielt, um uns, sich selbst und letztlich auch Chelsea zu helfen.“

Resoluter Zweikämpfer

Mit nur wenig Spielpraxis zu den Westfalen gewechselt, entpuppte sich der Youngster als fußballerisches Schwergewicht. Mit seiner Zweikampfhärte verschaffte er sich bei Freund und Gegner Respekt. Allerdings hat Anselmino immer wieder mit Blessuren zu kämpfen. Aktuell macht ihm eine Oberschenkelverletzung zu schaffen. So stehen in seiner schwarzgelben Bilanz lediglich neun Einsätze.

Im Laufe der zweiten Saisonhälfte dürften weitere folgen – und zwar für den BVB. Nach Informationen des Transfer-Experten Ekrem Konur beabsichtige Chelsea nicht, die Leihe Anselminos abzubrechen. Demnach bliebe der Innenverteidiger bis Ende dieser Spielzeit in Dortmund.

Ob der 20-Jährige darüber hinaus länger für die Borussia aufläuft, ist ungewiss. Eine Kaufoption besitzt der Bundesligist dem Vernehmen nach nicht.

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