Last-Minute-Spektakel: Frankfurt und Dortmund trennen sich 3:3

Welch ein Drama zum Auftakt des Fußballjahres 2026. Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund trennen sich in einem wilden Tor-Spektakel mit 3:3 (1:1). Nach Treffern von Beier in der zehnten Minute sowie Nmecha (68.) bei Gegentoren von Uzun (22., Foulelfmeter) und Ebnoutalib (71.) stand es bis zur 90. Minute 2:2. In der Nachspielzeit sorgte Dahoud zunächst für das 3:2 der Hessen (90.+2). Doch Chukwuemeka gelang noch der Ausgleich (90.+6).

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach noch im alten Jahr begannen gegen Frankfurt Anton, Sabitzer und Beier für Can, Adeyemi (Bank) und Groß (Wechsel zu Brighton). Kobel wurde rechtzeitig fit und Youngster Kaba gehörte erstmals dem Profikader an.

Beide Mannschaft hielten sich nicht lange mit Taktieren auf, sondern suchten zielstrebig den Weg in die gegnerische Hälfte. Genauer spielte allerdings der BVB. Schlotterbeck schlug in der zehnten Minute einen seiner typischen Diagonalbälle auf Ryerson, dessen Flanke Beier aus zehn Metern unten rechts zum 1:0 für die Gäste einschob.

Dann durfte sich auch Kobel auszeichnen. Zunächst parierte er einen Flachschuss von Uzun (17.), dann zeigte er sich bei einem Schuss von Knauff aus spitzem Winkel auf dem Posten (18.). Die Borussia zog sich nun zurück, während die Eintracht aktiver auftrat.

Bereits in der 22. Minute war die Führung der Schwarz-Gelben passé. Im eigenen Sechzehner foulte Guirassy Koch, sodass Schiedsrichter Schlager gar keine andere Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Uzun schickte Kobel in die andere Ecke und traf zum 1:1.

Nach dem Ausgleich trat der BVB wieder offensiver auf. Torchancen blieben zunächst Mangelware. Erst in der 40. Minute drohte einem Tor Gefahr. Eine Freistoßflanke des agilen Ryerson fand im Frankfurter Strafraum Schlotterbeck. Kauã Santos tauchte ab und hielt den Kopfball fest.

Einwechselspieler schlagen zu

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte den Hessen. Ebnoutalib mit einem Kopfball (47.) sowie eine Hereingabe von Brown in den Fünfmeterraum (49.) waren die ersten Offensivaktionen nach der Pause. Auf der Gegenseite kam Svensson zum Abschluss, der den Kasten aber weit verfehlte (52.).

Dann  war wieder die Eintracht an der Reihe. Kobel war bei einem Schuss von Knauff auf das kurze Eck reaktionsschnell unten (54.). Die Begegnung wogte nun hin und her. Nächste Großchance in der Partie: Ryerson legte auf Sabitzer zurück. Theate blockte den Schuss ab, der gefährlich auf das Frankfurter Tor geflogen wäre (58.).

Die Frankfurter ließen nach ihrer Drangphase nach und die Gäste kamen wieder stärker auf. Der BVB bewies wieder einmal seine Effizienz. Nmecha zog aus 22 Metern ab. Larsson fälschte den Schuss unhaltbar für Kauã Santos ab. Der Ball fand über den linken Innenpfosten den Weg über die Linie (68.).

Die Westfalen durften sich nur drei Minuten über die erneute Führung freuen. Kalimuendo schickte Ebnoutalib mit einem Steckpass auf die Reise. Aus gut 15 Metern überwand er Kobel zum 2:2.

Fast ein Eigentor der SGE in der 78. Minute. Kauã Santos faustete eine Flanke von Svensson genau auf Theate. Den auf das Tor zurollende Ball schlug Brown kurz vor der Linie gerade noch aus der Gefahrenzone (78.). Jetzt war die Borussia wieder am Drücker.

Schlotterbeck wäre fast der Lucky Punch gelungen. Einen Eckball von Svensson köpfte der Innenverteidiger genau an den Querbalken (90.). Das Glück, das den Schwarz-Gelben fehlte, hatte mit Dahoud ausgerechnet ein langjähriger Dortmunder. Einen von Can verstolperten Ball zirkelte der Nun-Frankfurter an den rechten Innenpfosten. Von dort sprang der Ball zum 3:2 für die Eintracht über die Linie (90.+2).

Doch das war noch nicht der Schlusspunkt. Sabitzers Flanke fand Chukwuemeka im Sechzehner, der den Ball zum 3:3-Endstand über die Linie schob (90.+6).

Fazit: Der BVB war von Beginn an gut im Spiel und ging nach einer schönen Kombination in Führung. Nach zehn Minuten zogen sich die Dortmunder aber zurück und ließen Frankfurt aufkommen. Die Folge war der Ausgleich. Anschließend bot sich eine ausgeglichene Partie mit nur noch wenigen Torchancen. Nach dem Seitenwechsel wogte die Begegnung hin und her. In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Das 3:3 war ein letztendlich gerechtes Resultat.

BVB: Kobel – Süle (76. Can), Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Nmecha, Sabitzer, Svensson – Brandt (87. Chukwuemeka), Beier (75. Adeyemi) – Guirassy (66. Fábio Silva)

SGE: Kauã Santos – Kristensen, Koch, Theate (83. Collins) – Knauff (77. Götze), Larsson, O. Højlund (77. Dahoud), Brown – Uzun (63. Kalimuendo), Doan – Ebnoutalib

Tore: 0:1 Beier (10.), 1:1 Uzun (22., Foulelfmeter), 1:2 Nmecha (68.), 2:2 Ebnoutalib (71.), 3:2 Dahoud (90.+2), 3:3 Chukwuemeka (90.+6)

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