16 Tore: Bremen hofft beim BVB auf neuen Stürmer

Borussia Dortmund empfängt Werder Bremen, das mit Neuzugang Jovan Milošević neue Offensivhoffnungen verbindet. Der serbische Stürmer könnte beim BVB direkt sein Debüt feiern.

Werder Bremen geht mit frischer Offensiv-Hoffnung in das Bundesliga-Duell bei Borussia Dortmund am Dienstagabend (20:30 Uhr). Neuzugang Jovan Milošević, erst seit Sonntag offiziell an der Weser, könnte schon in seinem ersten Spiel zum Einsatz kommen – zumindest als Joker.

Trainer Horst Steffen zeigte sich nach den ersten Eindrücken des serbischen Angreifers durchaus angetan. Zwar absolvierte der 20-Jährige bislang nur eine kurze Einheit, doch körperlich sieht der Coach keinen Anlass zur Sorge: „Er war voll im Saft.“ Milošević kam zuletzt als Leihspieler von Partizan Belgrad, wo er in dieser Saison in 23 Pflichtspielen starke 16 Treffer erzielte – eine Quote, die in Bremen große Erwartungen weckt. Denn: Im Werder-Sturm herrscht in dieser Spielzeit akuter Tor-Mangel.

Steffen erhofft sich von dem Neuen vor allem mehr Konsequenz im Abschluss. Sein Profil passe genau in das Anforderungsbild: „Er ist ein mannschaftsdienlicher Spieler, der vor dem Tor egoistisch sein darf und sollte.“ Milošević bringe nicht nur Abschlussstärke mit, sondern auch das Gespür für gefährliche Räume, könne sich fallen lassen oder in die Tiefe starten.

Werder-Trainer Steffen plant mit Neuzugang Milošević

Dass ein möglicher Einstand ausgerechnet beim BVB erfolgt, käme für den Stürmer früh – aber nicht überraschend. Steffen hält es für realistisch, ihn direkt in den Kader zu nehmen, auch wenn die Eingewöhnungszeit kurz ist. Die zuletzt thematisierte Handverletzung stellt dabei kein Hindernis dar: Mit Manschette trainiert Milošević ohne Einschränkungen.

Während in der Offensive neue Optionen beim BVB-Gegner entstehen, muss Steffen defensiv erneut umstellen. Innenverteidiger Niklas Stark fällt weiterhin aus. Den Hintergrund schilderte der Trainer offen: „Bei Niklas ist es ein Auf und Ab.“ Der 30-Jährige kämpft seit geraumer Zeit mit Hüftproblemen und steht auch für das Spiel in Dortmund nicht zur Verfügung.

So richtet sich der Fokus am Osterdeich klar auf den neuen Angreifer. Ob Milošević direkt Minuten sammelt oder zunächst nur Bundesliga-Luft schnuppert, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber: Mit seiner Torquote aus Serbien bringt er genau das mit, was Werder aktuell dringend sucht – Hoffnung auf mehr Durchschlagskraft im Angriff. Auch Borussia Dortmund sollte daher gewarnt sein.

Diesen Artikel teilen