Serhou Guirassy ist der Torriecher abhandengekommen. Der 29 Jahre Goalgetter von Borussia Dortmund hat Ladehemmung. Sommer-Neuzugang Fábio Silva (23) drängt in die Startelf. Droht Guirassy gegen Werder Bremen (13. Januar, 20:30 Uhr) ein Platz auf der Bank?
In den zurückliegenden sieben Bundesligapartien ging Guirassy leer aus. Schlägt gegen die Weserstädter die Stunde Silvas? Niko Kovač (54) lässt sich nicht in die Karten schauen. „Ich belohne gute Leistung grundsätzlich“, betont der BVB-Coach am Montag auf der Pressekonferenz vor der Partie. „Aber ich werde heute nichts verraten.“
Kovač ist ein Aspekt besonders wichtig: „Es zählt die Leistung.“ Guirassy sei „generell ein sehr ruhiger Vertreter“ und „weiterhin unser bester Angreifer“. Der Guineer gebe „Gas im Training“. Beim wilden 3:3 gegen Frankfurt am vergangenen Freitag habe Silva nach seiner Einwechslung in der 66. Minute „einen guten Impact gebracht“ und habe „seine Chance genutzt“. Die Auflösung seines Sturmrätsels präsentiert der Dortmunder Chef-Trainer wohl erst bei der Mannschaftsaufstellung eine Stunde vor Anpfiff.
Kovač stützt und schützt Guirassy
Guirassy werde er trotz dessen Torflaute keineswegs hängen lassen, kündigt Kovač an. „Ich schütze und stütze ihn“, sagt der Fußballlehrer. Er wisse, dass der Mittelstürmer „mehr leisten möchte“. Als Tabellenzweiter kommt der BVB auf lediglich 29 Treffer (1,8 pro Partie). „Uns fehlen ein paar Tore“, stellt der gebürtige Berliner daher auch fest.
In seiner ersten Saison im Dress der Schwarz-Gelben netzte Guirassy in 50 Partien 38-mal. Mit neun Toren in 24 Einsätzen fällt der Guineer in der aktuellen Spielzeit vergleichsweise ab. „Es gibt manchmal solche Talfahrten“, bleibt Kovač gelassen. Und weiter: „Wir bauen den Jungen auf und helfen ihm. Das haben wir gemacht, als es gut lief, und das machen wir auch jetzt.“
Gegen Frankfurt zeigte sich die sonst so stabile Defensive wacklig. Erst zum dritten Mal kassierte der BVB in dieser Bundesliga-Saison drei Gegentreffer. Wie gegen den FC St. Pauli und den VfB Stuttgart stand ein 3:3 auf der Anzeigetafel. „Wir schaffen es nicht, nach einer Führung, das zweite Tor nachzulegen, sodass wir mal einen Puffer haben von zwei Toren Unterschied“, übt Kovač Kritik am Auftritt seiner Elf. Für ihn steht daher fest: „Wenn du diese Spiele gewinnen möchtest, musst du ein zweites Tor nachlegen, oder die Spiel hintenraus gut verteidigen.“
