Es gibt sicher dankbarere Aufgaben für einen Bundesligatrainer. Borussia Dortmund hat in dieser Saison zu Hause erst zwei Punkte abgegeben. Horst Steffen (56) versucht am Dienstag (13. Januar, 20:30 Uhr) mit Werder Bremen, etwas aus dem Signal Iduna Park mitzunehmen.
„Am liebsten wollen wir ein paar Tore erzielen, wie es die Frankfurter geschafft haben“, verweist der Werder-Coach am Montag auf der Pressekonferenz vor der Partie auf das 3:3 des BVB bei der Eintracht. Bislang hat sein Team auswärts jedoch nur selten überzeugt. Lediglich beim 4:0 in Mönchengladbach fuhren die Hansestädter einen Auswärtsdreier ein. Neben vier Niederlagen gab es ansonsten nur drei Unentschieden.
Für die notwendigen Treffer soll Jovan Milošević sorgen, den die Bremer für 650.000 Euro bis Saisonende vom VfB Stuttgart ausgeliehen haben. Im vergangenen Jahr lief der serbische Nationalspieler in seiner Heimat für Partizan Belgrad auf, netzte in 23 Einsätzen 16-mal ein.
„Gut und gemeinschaftlich verteidigen“
Ein neuer Stürmer allein dürfte für einen Erfolg im Signal Iduna Park allerdings noch lange nicht ausreichen. Das weiß auch Steffen. „Wir wollen gut und gemeinschaftlich verteidigen und versuchen, ihre Hereingaben zu unterbinden“, kündigt er an. Gerade über die Außenverteidiger Julian Ryerson (28), an dem der FC Liverpool Interesse zeigen soll, sowie Daniel Svensson (23) droht den Bremern Gefahr. Abnehmer Serhou Guirassy (29) befindet sich jedoch in einer veritablen Formkrise und muss vielleicht Fábio Silva (23) weichen. BVB-Coach Niko Kovač mochte sich jedoch noch nicht festlegen.
Steffen schwört seine Mannschaft auf ein intensive Begegnung ein. „Wir müssen viel laufen und in die Duelle kommen“, vermutet der gebürtige Krefelder. Von seiner Elf erwartet er „ein mutiges Spiel“ mit „viel Offensivgeist“. Nicht mehr zählen kann der Werder-Coach auf Victor Boniface. Die 25 Jahre alte Leihgabe von Bayer Leverkusen muss sich einer Knieoperation unterziehen und dürfte in dieser Saison nicht mehr auf dem Platz stehen.
