HSV heiß auf Kehl? BVB-Boss Ricken reagiert auf Gerüchte

Borussia Dortmund sieht sich mit Gerüchten um Sebastian Kehl und den HSV konfrontiert. BVB-Boss Lars Ricken reagiert darauf mit klaren Worten.

Kurz vor dem Bundesliga-Spiel von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen (3:0) sind am Dienstag überraschend Spekulationen um Sportdirektor Sebastian Kehl aufgekommen. Hintergrund ist die vakante Führungsposition beim Hamburger SV: Nach der Trennung von Stefan Kuntz sucht der Traditionsklub einen neuen starken Mann für den sportlichen Bereich – und Kehl soll laut einem Bericht von Sky zu den intern diskutierten Kandidaten gehören.

Demnach habe es bislang zwar keinen direkten Kontakt zwischen dem HSV und dem BVB gegeben, dennoch werde die Personalie in Hamburg bereits intensiv erörtert. Für die Dortmunder Verantwortlichen kam das Thema offenbar aus dem Nichts. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken äußerte sich vor dem Anpfiff bei DAZN deutlich zu den Gerüchten: „Die Gerüchte sind ja relativ frisch, ich habe sie auch gerade erst gelesen.“ Gleichzeitig stellte er klar: „Ich weiß nicht, was die Hamburger sich für Gedanken machen. Es ist niemand an uns herangetreten und damit ist es für uns vor dem Spiel auch kein Thema.“

Eine mögliche Freigabe für Kehl wollte Ricken daher gar nicht erst diskutieren. Auf entsprechende Nachfragen reagierte der 49-Jährige mit einer klaren Gegenfrage: „Auf Basis von Gerüchten soll ich jetzt eine Entscheidung treffen?“ Für den BVB stehe aktuell etwas anderes im Vordergrund – nämlich die sportliche Zukunftsplanung mit Kehl.

Transferphase beim BVB: Ricken setzt weiter auf Sebastian Kehl

Denn der frühere Nationalspieler besitzt in Dortmund noch einen Vertrag bis 2027. Gemeinsam mit der Vereinsführung arbeitet er nicht nur an laufenden Transferfragen, sondern auch bereits am Kader für die kommende Saison. Ricken machte deutlich, dass es derzeit sogar noch Bewegung geben könnte: Möglicherweise werde der Klub noch aktiv, vielleicht gebe man auch noch Spieler ab.

Entscheidend sei aber, dass Kehl Teil dieser Überlegungen ist. Sein Fazit zu den Wechselgerüchten fiel entsprechend klar aus: Für ihn sei das aktuell „gerade auch 0,0 ein Thema“. In Hamburg hingegen sondiert man offenbar mehrere Optionen.

Neben Kehl sollen dem Vernehmen nach auch Namen wie Oliver Bierhoff, Jonas Boldt und Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth auf der Kandidatenliste stehen. Nach dem überraschenden Aus von Stefan Kuntz Anfang Januar – zunächst offiziell mit familiären Gründen erklärt, später begleitet von schweren Vorwürfen, die Kuntz zurückwies – will der HSV die sportliche Führung neu aufstellen.

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