Trägt eine der besten deutschen Fußballerinnen aller Zeiten schon bald das Trikot von Borussia Dortmund? Alexandra Popp hat nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nicht ausgeschlossen, dass die 34 Jahre alte Offensiv-Allrounderin ab dem kommenden Sommer für den BVB aufläuft.
Gold bei Olympischen Spielen, zweimal die Champions League gewonnen, siebenmal die Deutsche Meisterschaft und 13-mal den DFB-Pokal. Zudem krönte die Fachwelt Popp dreimal zu Deutschlands Fußballerin des Jahres. Die gebürtige Wittenerin besitzt einen reichlich gefüllten Trophäenschrank.
Der VfL Wolfsburg ohne Popp scheint unvorstellbar. Seit 2012 trägt die Ausnahmespielerin den grün-weißen Dress der „Wölfinnen“. In 382 Pflichtspielen lief sie für die Niedersächsinnen auf, erzielte 192 Treffer. Für die Nationalelf bestritt sie darüber hinaus 137 Partien und netzte 64-mal ein. Im Sommer endet ihr Vertrag mit dem VfL.
Ihre ersten fußballerischen Gehversuche unternahm Popp im Alter von nur vier Jahren bei ihrem Heimatverein FC Schwarz-Weiß Silschede. Nach Stationen beim 1. FFC Recklinghausen und dem FCR Duisburg schloss sie sich den Wolfsburgerinnen an – und eine Weltkarriere nahm ihren Lauf.
Findet die Routinierin am Ende dieser Saison den Weg zurück ins Ruhrgebiet? Beim BVB anzuheuern, sei „weiterhin in meinem Hinterkopf“, verrät die 34-Jährige jetzt im Interview mit dem Kicker. Popp führt ergänzend aus: „Daraus mache ich auch kein Geheimnis.“ Doch sie schränkt zugleich ein: „Ob es in diesem Jahr der richtige Zeitpunkt wäre, ist schwierig zu sagen.“
Mit Wolfsburg gut im Rennen
In der laufenden Spielzeit stehen für Popp wettbewerbsübergreifend 21 Einsätze zu Buche, in denen sie zwölf Treffer erzielte und fünf weitere vorbereitete. In der Bundesliga rangiert Wolfsburg mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München auf Platz zwei. Auch international befindet sich der VfL noch gut im Rennen. In den Play-offs der Champions League treffen die Niedersächsinnen auf Juventus Turin.
Popp lässt in dem Gespräch offen, wie es mit ihr im Sommer weitergeht. „Es kann sein, dass ich in Wolfsburg bleibe“, möchte sich die 34-Jährige nicht festlegen. „Es kann aber auch sein, dass ich nach dieser Saison woanders auflaufe oder gar nicht mehr spiele.“
Die Dortmunderinnen streben als Tabellenzweite der Regionalliga West den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Eine Alexandra Popp demnächst in den eigenen Reihen zu wissen, würde sicherlich einen Motivationsschub auslösen.
