HSV heiß auf Kehl? BVB-Sportdirektor äußert sich deutlich

Nach der Trennung von Stefan Kuntz sucht der HSV eine neue sportliche Führung – und der Name Sebastian Kehl rückt in den Fokus. Der BVB-Sportdirektor reagiert nun selbst auf die Gerüchte.

Die Trennung des Hamburger SV von Sportvorstand Stefan Kuntz hat eine prominente Personaldebatte ausgelöst. Schnell fiel dabei auch der Name Sebastian Kehl, der aktuell als Sportdirektor bei Borussia Dortmund arbeitet. Sky brachte den 45-Jährigen als möglichen Kandidaten für die sportliche Führung beim HSV ins Spiel.

Am Rande der Bundesliga-Partie gegen den FC St. Pauli (3:2) äußerte sich Kehl erstmals selbst zu den Spekulationen. Ein klares Dementi blieb zwar aus, doch der BVB-Verantwortliche betonte mehrfach seine aktuelle Ausrichtung: „Mein Fokus ist bei diesem Klub“, sagte Kehl am DAZN-Mikrofon und ergänzte: „Ich versuche hier, meine Aufgabe in dieser Transferzeit so gut wie möglich zu absolvieren.“

Der langjährige Dortmunder unterstrich zudem seine emotionale Bindung an den Verein: „Ich glaube, ich muss nicht extra betonen, was mir dieser Klub bedeutet. Ich bin seit über 24 Jahren hier.“ Gleichzeitig machte Kehl deutlich, dass er sich bewusst aus der Gerüchteküche heraushalten will. „Gerüchte – und die gab es ja auch im letzten Jahr – nicht weiter zu kommentieren und mich auf das zu konzentrieren, was ich im Moment beeinflussen kann. Das ist meine Aufgabe hier“, so der Sportdirektor.

Kehl beim BVB mit Vertrag bis 2027

Auch bei Sky Sport blieb Kehl bei dieser Linie. Dort erklärte er, sein Fokus liege „ausschließlich auf dieser Transferzeit, auf den Themen, die wir hier zu bearbeiten haben“. Weitere Nachfragen nach einem möglichen Wechsel wich er aus und fügte mit Blick auf die anhaltenden Spekulationen an: „Ich habe mir für dieses Jahr etwas vorgenommen. Gerüchte um meine Person nicht weiter zu kommentieren.“

Währenddessen wurde berichtet, dass Kehl beim HSV intern intensiv diskutiert werde. Eine konkrete Kontaktaufnahme habe es jedoch bislang nicht gegeben. In Dortmund wiederum gilt Kehl trotz öffentlicher Kritik als intern gefestigt, sein Vertrag läuft noch bis 2027. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken stellte zuletzt klar, dass es keine Gespräche mit den Hamburgern gegeben habe.

Ob Kehls Worte als eindeutiges Bekenntnis zum BVB zu verstehen sind oder lediglich als bewusste Zurückhaltung in einer sensiblen Phase – diese Frage dürfte die kommenden Wochen beantworten.

Diesen Artikel teilen