Presseschau BVB vs. FC St. Pauli: „Über weite Strecken fehlerhaft“

Beinahe hätte der FC St. Pauli wie in der Hinrunde ein Remis gegen den BVB erreicht. Cans später Elfmetertreffer verhinderte dies und einen Fehlstart des BVB in die Rückrunde. So sah die Presse die Partie im Signal Iduna Park, welche die Hausherren mit 3:2 für sich entschieden.

Unter den Augen von Bundeskanzler Merz habe der BVB eine Fahrt auf der Achterbahn absolviert, heißt es in der FAZ. Darin habe der BVB „sehr fehlerhaft gespielt“ und dieses Drama nur „mit ganz viel Glück“ gewonnen. Dabei bleibe die Mannschaft „ein Team der inneren Widersprüche“. Ergebnisse und Punktekonto stimmten, aber der Fußball quäle die Zuschauer oft, weil er hinter dem zurückbleibt, was mit den vorhandenen Fußballern möglich wäre. Allerdings sei der FC St. Pauli auch ein starker Gegner gewesen, der sich wehrte. Mag auch der Funke selten überspringen, wenn die Darbietungen wieder „mühsam und zäh“ verlaufen. Eines könne man dem aktuellen BVB nicht absprechen: einen „imponierenden Siegeswillen“.

Auch Ulrich Hartmann weist in der Süddeutschen Zeitung auf die fehlende Begeisterung hin, welche die Mannschaft nicht auszulösen vermag. Dabei hat sie mit 39 Punkten die beste Ausbeute seit sieben Jahren vorzuweisen. Ursächlich dafür sei der große Abstand zu Tabellenführer FC Bayern München. Genau dessen Souveränität lasse der BVB vermissen, wofür das Spiel gegen St. Pauli ein weiteres von vielen Beispielen war. Nur mit Hilfe des VAR erhielt man den ganz späten Strafstoß. Allerdings zeige der BVB stets „Hartnäckigkeit und Intensität“, hat von 27 Pflichtspielen der Saison nur drei verloren.

Hans-Joachim Watzke und Friedrich Merz
Foto: IMAGO

BVB siegt unter den Augen von Kanzler Merz

Ein „Geschenk“ nennt die Sportschau den Elfmeter, den Emre Can zum Siegtreffer nutzte. Fußballerisch aber habe der BVB enttäuscht und die Kritiker von Kovac‘ Spielweise bestätigt. Zudem hatte man die Partie nach seiner 2:0-Führung wieder einmal aus der Hand gegeben. Gleichwohl bestätigten die Ergebnisse Kovac in seiner Wahl der Mittel. Die einzige Niederlage in der Bundesliga ist nun auch schon wieder drei Monate her.

„Schwergetan“ habe sich der BVB gegen den FC St. Pauli, urteilt die Zeit. Vor allem die Defensive habe „erneut große Schwächen“ gezeigt, auch insgesamt gab man sich „über weite Strecken fehlerhaft“. Auch ohne spielerisch zu überzeugen, rettete man sich aber knapp zum Sieg.

Ein Déjà-vu vermied der BVB so gerade eben, wie in der Hinrunde nach Zwei-Tore-Führung nur Remis gegen St. Pauli zu spielen, merkt der Spiegel an. Cans Siegtor führt zu diesem Fazit: „Die Ergebnisse stimmen also weiter in Dortmund. Aber auch nur die.“

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