Nach Jahren der Zurückhaltung ändert Borussia Dortmund seine Transferstrategie grundlegend. Ausstiegsklauseln und bessere Rahmenbedingungen sollen dem BVB im Kampf um Topspieler neue Vorteile verschaffen.
Borussia Dortmund stellt seine Transferstrategie neu auf. Um im zunehmend umkämpften Markt wieder häufiger Topspieler für sich zu gewinnen, sind Ausstiegsklauseln bei den Schwarz-Gelben künftig kein Tabu mehr. Nach Informationen der Bild sollen die Verantwortlichen in Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen „deutlich schneller“ kompromissbereit sein – ein klarer Kurswechsel im Vergleich zu den vergangenen Jahren.
Besonders deutlich wird das Umdenken im Fall von Nico Schlotterbeck. Mit dem Nationalspieler führt der BVB seit Wochen Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2027 laufenden Vertrags. Dabei ist man dem Innenverteidiger offenbar erstmals bereit, eine Ausstiegsklausel zuzusichern. Dem Vernehmen nach könnte diese bei rund 60 Millionen Euro liegen.
Der Schritt hin zu mehr Flexibilität bei Exit-Klauseln ist vor allem der starken Konkurrenz geschuldet. Innerhalb der Bundesliga buhlen inzwischen auch Klubs wie Leverkusen, Leipzig oder Frankfurt erfolgreich um entwicklungsfähige Spieler.
Ausstiegsklauseln als neues Lockmittel im BVB-Transferplan
Um „die Reize zu erhöhen“, setzt der BVB nun bewusst auf Argumente, die den Wechsel nach Dortmund attraktiver machen sollen. Bereits im vergangenen Sommer hatte man Stürmer Serhou Guirassy mit einer Ausstiegsklausel verpflichtet – eine Ausnahme, die nun zum möglichen Modell werden könnte.
Neben der neuen Transferlinie arbeiten die Dortmunder auch abseits des Rasens an Verbesserungen. So sollen das Trainingsgelände sowie die Kabinen modernisiert und erweitert werden, um den Profis mehr Komfort zu bieten. Zudem wird über die Suche nach einem Partnerverein nachgedacht. Ziel wäre es, junge Talente unkomplizierter zu verleihen und ihnen frühzeitig Spielpraxis zu ermöglichen.
Mit dieser Kombination aus vertraglicher Flexibilität, moderner Infrastruktur und klaren Entwicklungsperspektiven will Borussia Dortmund wieder stärker im Rennen um begehrte Spieler mitmischen – und an frühere Zeiten anknüpfen, in denen Top-Talente den nächsten Karriereschritt fast selbstverständlich beim BVB machten.

