Borussia Dortmund hat den Sprung in das Achtelfinale verpasst. Nach einer 0:2 (0:0)-Niederlage gegen Inter Mailand steht der BVB in den Play-offs der Champions League. Dimarco in der 81. Minute und Diouf in der Nachspielzeit erzielten die Treffer für die Gäste (90.+4).
Bei den in der Defensive personell arg gebeutelten Dortmundern gab es im Vergleich zum 3:0 bei Union Berlin am vergangenen Wochenende zwei Änderungen in der Startelf. Für den erkrankten Anton sowie Svensson (Rotsperre) begannen Mane und Bensebaini. Auf der Bank saßen mit Yan Couto, Brandt, Chukwuemeka und Adeyemi nur vier Feldspieler.
In der Anfangsformation der Nerazzurri standen mit Akanji und Mkhitaryan zwei frühere BVB-Profis.
Hektische erste Minuten, in denen beide Teams in die Partie hineinfinden mussten. Am schnellsten gelang das den Gastgebern, die eine Riesenchance zur Führung ausließen. Nach einem Eckstoß bediente Ryerson in der elften Minute den vollkommen freistehenden Guirassy, der aber überrascht schien und nur einen harmlosen Schuss zustande brachte.
Dann zeigte sich auch Inter vor dem gegnerischen Tor. Can vertändelte an der Mittellinie den Ball. Thuram schnappte sich die Kugel, wurde aber im Strafraum von Schlotterbeck eingeholt (14.).
Nach den beiden Aufregern gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten es schwer, sich Chancen herauszuspielen. Es fehlte vor allem auf Seiten der Schwarz-Gelben die Durchschlagskraft, um sich gegen die stabile Inter-Abwehr durchzusetzen. Erst gegen Ende der ersten Hälfte trat der BVB auch wieder offensiv in Erscheinung. In der 42. Minute köpfte Fábio Silva einen Freistoß von Ryerson aufs Tor, verfehlte den Kasten aber deutlich.
Kein Elfmeter für Adeyemi

Die Dortmunder Elf kam engagiert aus der Pause, drückte Inter in deren eigene Hälfte zurück. Doch auch hier fehlte der letzte Pass. Der Ball blieb immer wieder in der Mailänder Deckung hängen.
Nach längerer Abstinenz tauchten die Nerazzurri vor BVB-Keeper Kobel auf. Esposito wäre in zentraler Position fast zum Abschluss gekommen, aber Bensebaini blockte im letzten Moment mit einer Grätsche den Schuss (64.).
Der erst kurz zuvor eingewechselte Adeyemi legte sich nach einem Steckpass von Fábio Silva den Ball zu weit vor. Sommer kam ihm zuvor und blieb Sieger (71.).
Eine gute Viertelstunde vor Schluss erhöhten die Gäste den Druck. Erst verteidigte Ryerson im letzten Moment vor dem einschussbereiten Esposito. Im Anschluss kam Frattesi rechts im Strafraum aus spitzem Winkel zum Schuss. Kobel stand auf dem Posten und hielt (78.).
Nur drei Minuten später war der Schlussmann der Borussia geschlagen. Dimarco zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer hinweg genau unter die Latte.
Aufreger in der 85. Minute. Adeyemi bekam im Strafraum der Gäste das Knie von Sučić ins Gesicht. Doch dem Unparteiischen reichte die Aktion nicht für einen Strafstoß aus. In den letzten Minuten der Partie resignierte der BVB zunehmend. Adeyemi verlor den Ball und Diouf spazierte durch die Borussen-Abwehr. Der noch leicht abgefälschte Ball kullerte rechts unten zum 2:0 ins Netz (90.+4).
Fazit: Lange Zeit war es eine chancenarme Partie, in der die Abwehrreihen dominierten. In der Schlussphase kam Inter immer stärker auf und belohnte sich mit zwei Treffern. Der BVB blieb in der Offensive nahezu alles schuldig und scheiterte an der stabilen Deckung der Nerazzurri.
BVB: Kobel – Mane (89. Yan Couto), Can, Schlotterbeck – Ryerson, Bellingham, Nmecha, Bensebaini (82. Chukwuemeka) – Beier, Fábio Silva (82. Brandt) – Guirassy (68. Adeyemi)
Inter: Sommer – Bisseck, Acerbi, Akanji – Luis Henrique, Sučić (88. Bastoni), Zieliński (74. Frattesi), Mkhitaryan (88. Diouf), Dimarco – Thuram (88. Martínez), Bonny (57. Esposito)
Tore: 0:1 Dimarco (81.), 0:2 Diouf (90.+4)
