„Man muss einen Traum haben“: BVB-Star Anton mit ehrlichem Bekenntnis

Er ist die Konstante in der Abwehr von Borussia Dortmund. Ist Waldemar Anton fit, steht er auf dem Platz. Manchmal betätigt sich der 29 Jahre Innenverteidiger auch als Torschütze – wie jüngst beim 3:2 gegen den 1. FC Heidenheim.

In der aktuellen Saison stehen für Anton 28 Einsätze zu Buche. Lediglich zweimal absolvierte er nicht die volle Spielzeit. Insgesamt dreimal trug sich der 1,89-Meter-Mann in die Torschützenliste ein.

Das Licht der Welt erblickte Anton als Sohn russlanddeutscher Eltern in Usbekistan. Im Alter von zwei Jahren siedelte er mit seinen Eltern nach Hannover um. Anfangs sprach er kaum ein Wort Deutsch, später legte er erfolgreich die Abiturprüfung ab. Leistungskurse: Mathematik und Biologie.

„Man muss einen Traum haben, und man muss an ihn glauben. Das ist dann immer etwas, woran man sich hochziehen kann, wenn es mal nicht so schön läuft“, erinnert sich Anton in einem Vereinsinterview. Um zu „erreichen, was du vorhast“, müsse man „natürlich alles“ tun, meint der BVB-Profi. Außerdem helfe es, auf seine Eltern zu hören, fügt er hinzu.

Top-Zweikämpfer des BVB

Sein Engagement führte Anton bis in die deutsche Nationalelf. Im März 2024 debütierte er – damals noch im Dress des VfB Stuttgart – in der DFB-Auswahl. Weitere elf Einsätze folgten.

Ob in der Zentrale oder auf rechts, Anton bekleidete bereits beide Posten in der Dortmunder Verteidigung. „Beide Positionen mag ich sehr, aber wenn ich es mir aussuchen könnte, dann wäre es zentral“, sagt der 29-Jährige. „Weil man von der Position noch mehr steuern kann, mehr sprechen kann mit den Jungs. Das ist sehr, sehr wichtig in vielen Situationen im Spiel. Vor allem, dass man dann mit beiden Sechsern kommunizieren kann und nicht nur mit einem – wenn es überhaupt möglich ist.“ Die Kulisse erschwere aber manchmal die Verständigung mit den Mittelfeldleuten vor ihm.

Mit seiner Zweikampfquote von 59,31 Prozent ist er mannschaftsintern die Nummer eins. Doch was viele häufig nicht sehen: Anton ist auch schnell unterwegs. Mit seiner Top-Speed von 32,86 km/h ist er zwar nicht so flink wie ein Karim Adeyemi (24) mit 35,78 km/h, doch: „Als Innenverteidiger hat man ja auch eine andere Position. Wenn man nicht unbedingt von einer Linie aus zusammen losläuft, dann ist man als Innenverteidiger im Vorteil, weil man antizipiert, wo man stehen muss, wie man zum Ball läuft.“

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