Kovač verrät: Can vor BVB-Duell mit Wolfsburg fraglich

„Zufrieden“ sei er. Obgleich seine Auswahl in der Winterpause kleiner geworden ist, ärgert sich Niko Kovač (54) kein bisschen. „Qualitativ gut“ nennt er die Spieler, die dem Chef-Trainer von Borussia Dortmund bis Ende dieser Saison zur Verfügung stehen. Am Samstag (7. Februar, 15:30 Uhr) gastiert er mit dem BVB bei seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg.

„Welcher Klub gibt jemanden ab, der Stammspieler ist?“, fragt Kovač am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Niedersachsen. Die Antwort gibt er gleich selbst: „Kein einziger. Die Jungs, die frei wären, können uns in der Kürze der Zeit nicht helfen.“

Personelle Alternativen findet der Coach in der eigenen Nachwuchsabteilung. „Wir werden den einen oder anderen Jungen hochziehen“, kündigt der gebürtige Berliner an. Aktuell trainieren mit Luca Reggiani (18), Mathis Albert (16) und Samuele Inacio (17) bereits drei Top-Talente mit den Profis.

Das Aufgebot für die Champions League, in der die Schwarz-Gelben am 17. und 25. Februar in den Play-offs auf Atalanta Bergamo treffen, erhält ebenfalls Zuwachs aus den eigenen Reihen. Der zuvor nicht nominierte Salih Özcan (28) werde sich in der „Königsklasse“ zeigen dürfen, kündigt Kovač an, denn: „Wir brauchen jeden Spieler, werden rotieren müssen, die Kräfte bündeln und umschichten.“

Warnung vor Wolfsburg

Weiterhin nicht zur Verfügung steht hingegen Marcel Sabitzer (31), der aktuell ein Aufbautraining absolviert. Filippo Mane zog sich beim 3:2-Heimerfolg gegen den 1. FC Heidenheim am vergangenen Sonntag eine Muskelverletzung zu und fällt wohl vier bis sechs Wochen aus. Gefährdet ist gegen die „Wölfe“ der Einsatz des Kapitäns. „Emre Can hat wieder Probleme mit seinen Adduktoren“, gibt der 54 Jahre alte BVB-Übungsleiter mit Bedauern bekannt.

Obgleich der VfL als Tabellen-14. mit gerade einmal 19 Zählern gegen den Abstieg kämpft, warnt Kovač vor seinem früheren Verein, den er von 2022 bis 2024 trainierte. „Ich weiß, dass es ein schwieriges Spiel werden wird“, betont er. Die magere Ausbeute von gerade einmal 0,95 Punkten pro Begegnung gebe „nicht die Qualität dieser Mannschaft wieder“, ist der Dortmunder Coach überzeugt.

Der Rückstand des BVB auf Tabellenführer Bayern München beträgt lediglich sechs Zähler. Nico Schlotterbeck (26) kündigte jüngst an, um die Meisterschaft kämpfen zu wollen. „Grundsätzlich finde ich es gut, wenn Spieler das artikulieren“, sagt Kovač. Doch er als Trainer dürfe sich „nicht von einem Spiel leiten lassen“. Er ist überzeugt: „Wenn wir unsere Spiele erfolgreich gestalten, können uns die anderen nicht einholen.“

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