Mit einer solchen Saison dürften in Wolfsburg nur die wenigsten gerechnet haben. Nach 20 Spieltagen stehen die Niedersachsen auf einem enttäuschenden 14. Platz. Mainz auf dem Relegationsrang befindet sich lediglich einen Zähler entfernt. Ausgerechnet jetzt gastiert am Samstag (7. Februar, 15:30 Uhr) mit Borussia Dortmund der Tabellenzweite in der Volkswagen Arena.
Erschwert wird die Aufgabe gegen den BVB durch ein Virus, der den Wolfsburgern zu schaffen macht. „Uns hat leider eine kleine Krankheitswelle erwischt, sodass einige Jungs ein paar Tage aussetzen mussten“, verrät Daniel Bauer am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Schwarz-Gelben. Doch langsam scheint es wieder aufwärts zu gehen. „Zum Glück ist aber keiner längerfristig ausgefallen“, betont der 43 Jahre alte Chef-Trainer des VfL. „Fast alle waren heute wieder zurück auf dem Platz.“
Keineswegs sicher ist allerdings der Einsatz von Mittelfeldmann Vinicius Souza (26) und Rechtsverteidiger Sael Kumbedi (20), die lediglich individuell trainiert haben und als „Wackelkandidaten fürs Spiel“ gelten, wie Bauer verrät. Rechtsaußen Patrick Wimmer (24) plagt sich seit dem 0:1 beim 1. FC Köln am vergangenen Freitag (30. Januar) mit muskulären Beschwerden. „Wir müssen gucken, ob wir das Risiko für das Dortmund-Spiel eingehen können“, meint Bauer.
Torjäger Amoura kehrt zurück
Aufgrund der schlechten Tabellensituation schlugen die Niedersachsen am letzten Tag des Winter-Transferfensters noch zweimal zu. Vom FC Basel wechselte der ghanaische Nationalspieler Jonas Adjetey (22) für 9,5 Millionen Euro an den Mittellandkanal. Bayer Leverkusen verlieh seinen Innenverteidiger Jeanuel Belocian (20) an die Grün-Weißen. „Zwei spannende Jungs […], die uns hoffentlich schon kurzfristig helfen können“, sagt Bauer über die beiden Neuzugänge.
Eine Woche nach seiner Suspendierung wird Mittelstürmer Mohammed Amoura (25) gegen Dortmund in den VfL-Kader zurückkehren. Der erfolgreichste Torschütze seines Klubs (sieben Saisontore) war vor der Partie in Köln aus disziplinarischen Gründen aus dem Aufgebot geflogen. Die Reaktion des 42-maligen Nationalspieler Algeriens sei „sehr, sehr gut“ ausgefallen, lobt Bauer. Amoura habe „vorher schon ordentlich trainiert, aber das war wohl seine beste Trainingswoche, seit ich Cheftrainer bin“, fügt er erläuternd hinzu. „Wenn er das Woche für Woche so macht, wird er uns am Wochenende viel Freude bereiten“, warnt er den BVB.
