Niko Kovač kehrt zurück. Der Chef-Trainer von Borussia Dortmund stand auch beim VfL Wolfsburg fast zwei Jahre an der Seitenlinie. Am Samstag (7. Februar, 15:30 Uhr) trifft er mit seinem neuen Klub auf den alten.
Zur Saison 2022/23 heuerte Kovač beim VfL an. In seinem ersten Jahr am Mittellandkanal landeten die „Wölfe“ auf Rang acht, schrammten nur um einen Zähler am internationalen Geschäft vorbei. Am letzten Spieltag kassierten sie zu Hause eine 1:2-Niederlage gegen Absteiger Hertha BSC und wurden ausgerechnet noch von Eintracht Frankfurt überholt. Der Klub, mit dem der gebürtige Berliner 2018 den DFB-Pokal gewann.
In der Folgesaison starteten die Wolfsburger stark und lagen nach sechs Runden auf Platz sieben. Nach einem 1:0-Auswärtssieg gegen Darmstadt 98 am 15. Spieltag und Rang neun stürzte das Kovač-Team ab. Es folgten elf Bundesligapartien ohne Sieg. Nach sechs Unentschieden und fünf Niederlagen verbunden mit dem Abrutschen auf den 14. Platz musste der heutige BVB-Coach gehen.
In der Vergangenheit trafen Dortmund und Wolfsburg in der höchsten deutschen Spielklasse 57-mal aufeinander. Die Schwarz-Gelben liegen in der Bilanz mit 36:10 Siegen sowie elf Remis und einem Torverhältnis von 124:58 eindeutig vorn. Die Premiere zwischen den Kontrahenten fand jedoch nicht im Oberhaus statt, sondern 1974/75 in der einstigen 2. Liga Nord (0:0, 2:2).
BVB Angstgegner der Wolfsburger
Auch im DFB-Pokal kreuzten Schwarz-Gelbe und Grün-Weiße bereits die Klingen. Lediglich das Halbfinale 2013/14 entschieden die Westfalen mit 2:0 für sich. Die bitterste Niederlage mussten sie im Endspiel 2015 hinnehmen, als der VfL sich mit 3:1 durchsetzte. Zuletzt sah man sich in der 2. Runde 2024/25, als die Niedersachsen mit einem 1:0 nach Verlängerung in das Achtelfinale einzogen.
Der Erfolg 2015 war jedoch kein gutes Omen für den VfL. Abgesehen von dem 1:0 im Pokal gewannen die „Wölfe“ nur eine der folgenden 22 Begegnungen gegen den BVB. Die Dortmunder entschieden dagegen 18 für sich und dürfen sich daher vollkommen zu Recht als „Angstgegner“ der Wolfsburger bezeichnen.
Während die Borussia sich aktuell bis auf sechs Zähler an Tabellenführer Bayern München herangepirscht hat, läuft es für die Niedersachsen mehr schlecht als recht. Von den zurückliegenden sechs Bundesligaspielen entschieden sie lediglich das Kellerduell gegen St. Pauli (2:1) für sich. Neben einem 1:1-Unentschieden gegen Heidenheim mussten sie vier Niederlagen hinnehmen, darunter ein 1:8 in München.
