„Werden wir sehen“: BVB-Coach Kovac über das Comeback von Kapitän Can

Am Freitag (13. Februar, 20:30 Uhr) eröffnet Borussia Dortmund mit der Partie gegen Mainz 05 den 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga. „Hier kommt keine Laufkundschaft“, warnt Niko Kovac (54) vor den wiedererstarkten Rheinhessen.

Lange Zeit dümpelten die 05er im Tabellenkeller umher. In Folge einer heftigen 0:4-Klatsche beim SC Freiburg verlor ihr Trainer Bo Henriksen (51) seinen Job. Nach zwölf Runden standen lediglich ein Sieg und sechs Punkte zu Buche.

Zwei Wochen später übernahm Urs Fischer (59) und startete mit einem 2:2 bei Branchenprimus Bayern München. Unter der Regie des Schweizers gewann Mainz viermal und verlor nur beim 1:2 in Köln. Fischers Bilanz: 15 Zähler aus acht Partien.

Kovac zeigt sich angetan von dem Aufwärtstrend des nächsten Gegners. „Sie haben in München und Leipzig ordentlich was hingelegt. Das muss eine Warnung für uns sein“, erinnert der BVB-Übungsleiter am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Gegen RB holte der FSV sogar einen 2:1-Auswärtssieg. Daher erwartet der gebürtige Berliner am Freitag auch „ein schwieriges Spiel“.

Nicht dabei sein kann der Kapitän der Borussia. Emre Can (32) fällt vorerst aufgrund von Adduktorenproblemen aus. Doch Kovac sieht einen Silberstreif am Horizont. „Ich weiß, wie Emre ist und lebt. Seine Ambitionen sind klar: In der CL möchte er gerne dabei sein – auch gegen Leipzig und München“, gibt der 54-Jährige bekannt. Bereits am 17. Februar empfangen die Schwarz-Gelben im Hinspiel der Play-offs in der Champions League Atalanta Bergamo. Vier Tage später folgt das Duell mit RB Leipzig.

Chance für Youngster Reggiani?

„Ob er es schafft, werden wir sehen“, gibt Kovac keine Garantie für eine Rückkehr des Mannschaftsführers. Ausschließen möchte er grundsätzlich nichts. „Vom Willen her bin ich davon überzeugt“, zeigt er großen Respekt vor den Bemühungen Cans. Und wagt dann doch eine Prognose: „Ich gehe davon aus, dass Emre Can schneller zurückkommt als gedacht.“

Die Abwehrsorgen des Bayern-Verfolgers sind groß. Neben Can fehlen gegen Mainz die gesperrten Nico Schlotterbeck (26) und Daniel Svensson (23) sowie die angeschlagenen Youngster Filippo Mane (20) und Almugera Kabar (19). Die Mannschaft stellt sich in der Defensive daher fast von alleine auf.

„Wir haben aktuell drei nominelle Innenverteidiger“, stellt Kovac fest. Der erst 18 Jahre alte Luca Reggiani feierte am vergangenen Wochenende beim 2:1-Auswärtssieg gegen den VfL Wolfsburg seinen Profi-Einstand. „Ich habe keine Scheu, ihn einzusetzen“, sagt der BVB-Trainer über die Chancen des jungen Italieners.

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