Shrewsbury Town, Leyton Orient oder auch Stockport County: So hießen noch vor einem Jahr die Gegner von Emmanuel Fernandez. Nun misst sich der 24 Jahre alte Innenverteidiger mit Celtic Glasgow, dem FC Porto oder auch Ferencvaros Budapest. Grund für den Karrieresprung ist der Wechsel zu den Glasgow Rangers. Nicht ausgeschlossen, dass der Shooting Star bald in der Bundesliga hell erleuchtet.
Fernandez ist das, was man einen klassischen Spätstarter nennt. Im Sommer 2021 schloss sich der Engländer mit Wurzeln in Nigeria im Alter von 19 Jahren Peterborough United an. Dem Klub war gerade der Sprung in die zweitklassige Championship gelungen. Der 1,98-Meter-Riese kam dort aber nur zu einem einzigen Einsatz.
Spielpraxis sammelte er auf Leihbasis in der fünften Liga Englands, der National League, beim FC Barnet. Nach seiner Rückkehr zu den „Posh“ gelang ihm sein bisher größter Erfolg: der Gewinn der EFL Trophy 2025 im Finale gegen Birmingham City (2:0).
Als Fernandez zu Beginn der Saison 2025/26 für vier Millionen Euro zu den Rangers ging, rechneten wohl die wenigsten mit einer solchen Entwicklung. Ganz im Gegenteil: Die hohe Ablösesumme für einen Spieler, der kurz vor seinem 24. Geburtstag stand und erst eine Saison Profifußballerfahrung hatte, sorgte für große Verwunderung. Diese Verwunderung verstärkte sich noch, als der Abwehrmann in der Anfangsphase der Saison kaum zum Einsatz kam. Nachdem er von Juli bis Ende November nur drei Spiele bestritten hatte, eröffneten Verletzungen ihm schließlich die Chance, sich zu beweisen.
Nigeria is calling
Und Fernandez ergriff die Gelegenheit beim Schopfe. Anfangs nur Ergänzungsspieler mauserte er sich zu einem Leistungsträger. Er zeigt sein Können nicht nur in der Defensive, sondern sorgt auch im gegnerischen Strafraum für Trubel. In der schottischen Premiership erzielte er bereits vier Treffer. Nun steht der großgewachsene Verteidiger sogar kurz vor seiner ersten Nominierung für die Nationalmannschaft Nigerias.

Der Rangers-Profi könnte Teil des Neuaufbaus sein, da das westafrikanische Land die Qualifikation zur Fußball-WM 2026 in den Sand gesetzt hat. Mit den Super Eagles könnte er für noch mehr Furore sorgen.
Nach Informationen des Boulevardblatts The Sun beobachten Scouts von Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund den 24-Jährigen. Auch englische Spitzenklubs haben Fernandez im Blick, heißt es. Sein Vertrag mit den Rangers läuft noch bis 2029.
