Der Start in die Rückrunde verlief für RB Leipzig eher so na ja. Gleich zum Auftakt demolierte der FC Bayern die Sachsen mit 5:1. Eine Heimniederlage kassierten die Bullen auch gegen den 1. FSV Mainz 05. Nun soll im vierten Anlauf der erste Heimsieg der Rückserie her.
Auf die beiden Heimniederlagen folgte noch ein wenig zufriedenstellendes 2:2 gegen Kellerkind VfL Wolfsburg. Am Samstag (21. Februar, 18:30 Uhr) gastiert mit Borussia Dortmund das beste Team der zweiten Saisonhälfte in der Red Bull Arena. „Borussia Dortmund ist eine Topmannschaft“, schwärmt RB-Coach Ole Werner (37) am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.
Werner, der in seinem ersten Jahr in Leipzig wirkt, lobt die Auftritte des BVB. „Sie sind extrem stabil, abgezockt und erfolgreich. Mit dem Ball haben sie eine klare Idee. Sie schalten gut um und schlagen gefährliche Standards“, analysiert der Fußballlehrer d20en nächsten Gegner. Er hebt die Tätigkeit seines Trainerkollegen hervor. „Wenn man sieht, wo der BVB vor einem Jahr stand und wo er jetzt steht, dann spricht das für die Arbeit von Niko Kovac“, betont Werner. Ihm ist es wichtig zu betonen, dass die Spielweise der Borussia „öffentlich zu schlecht gemacht wird“.
Guirassy „Topstürmer in der Bundesliga“
Die Punkte möchte er natürlich nicht kampflos dem Gegner überlassen. Ziel sei es, „dem BVB seine zweite Saisonniederlage“ zuzufügen. Einfach werde dies aber nicht. „Dafür brauchen wir eine Topleistung, aber die trauen wir uns zu.“ Da seine Mannschaft „nicht dafür bekannt“ sei, „abwartend zu spielen“, werde sie das „auch gegen Dortmund nicht tun“. Werner erläutert seinen Plan: „Wichtig ist es, dass wir im Ballbesitz zielstrebig nach vorne spielen und dass wir klar im Passspiel agieren. Umschaltmomente werden eine große Rolle spielen. Wir müssen in allen Phasen des Spiels top sein.“
Die Stärke der Leipziger liegt in der Defensive. Beim Blick auf die Tabelle überrascht das ein wenig. Doch von den bislang 30 Gegentreffern fielen allein elf in den beiden Duellen gegen den FC Bayern. In den übrigen 20 Bundesligapartien mussten die Sachsen lediglich 19 Gegentore hinnehmen (0,95 im Schnitt pro Begegnung).

Am Samstag kommt aber einige Arbeit auf die RB-Abwehr zu. Serhou Guirassy (29) hat seinen Torinstinkt wiedergefunden und sei „ein Topstürmer in der Bundesliga“, lobt Werner den BVB-Mittelstürmer und sieht ihn als Vorbild für seine Youngster Conrad Harder (20) und Romulo (24).
