Borussia Dortmund gewinnt beim 1. FC Köln knapp mit 2:1 – doch eine Szene in der Nachspielzeit sorgt für große Diskussionen. Inzwischen hat sich auch der DFB dazu geäußert.
Der knappe 2:1-Auswärtssieg von Borussia Dortmund beim 1. FC Köln sorgt auch einen Tag nach dem Spiel noch für reichlich Gesprächsstoff. Vor allem eine Szene in der Nachspielzeit steht im Mittelpunkt der Diskussionen – inzwischen hat sich auch der Deutsche Fußball-Bund zur umstrittenen Entscheidung geäußert.
Beim Stand von 1:2 drängte Köln in den letzten Minuten mit zehn Spielern auf den Ausgleich. In der Nachspielzeit sprang der Ball im Strafraum an den Arm von Dortmunds Verteidiger Yan Couto. Trotz lautstarker Proteste der Kölner blieb der Pfiff von Schiedsrichter Daniel Siebert aus. Auch der Video-Assistent griff nicht ein – sehr zum Ärger der Gastgeber.
Mittlerweile hat die DFB-Schiri GmbH die Szene bewertet und räumt ein, dass ein Eingreifen des VAR sinnvoll gewesen wäre. In einer Stellungnahme heißt es: „Deshalb spricht aus unserer Sicht so deutlich mehr für eine Bewertung des Handspiels als strafbar, dass eine Intervention des VAR angebracht gewesen wäre.“
Auch bei Experten sorgte die Szene für Unverständnis. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg stellte sich klar auf die Seite des 1. FC Köln und sprach von einer klaren Fehlentscheidung. „Nach den Regeln auf jeden Fall. Der Arm ist ausgestreckt. Keine Absicht, aber darum geht es nicht bei der Schiedsrichterentscheidung“, erklärte der frühere Profi im Doppelpass.
Effenberg kritisiert VAR nach BVB-Sieg in Köln scharf
Grundsätzlich könne es immer vorkommen, dass ein Schiedsrichter eine Szene auf dem Platz falsch einschätzt, betonte Effenberg. Dass der Video-Assistent in dieser Situation nicht eingegriffen habe, sei für ihn jedoch unverständlich. „Bei so einer Situation das Kommando zum Schiedsrichter Siebert zu geben und zu sagen, es liegt kein Handspiel vor, dafür habe ich überhaupt kein Verständnis“, sagte der 57-Jährige.

Neben der strittigen Szene in der Schlussphase gab es im Spiel noch weitere VAR-Eingriffe. Kurz vor der Pause wurde Kölns Jamai Simpson-Pusey nach einem Foul zunächst nur verwarnt, sah nach Überprüfung der Bilder jedoch die Rote Karte – laut DFB eine richtige Entscheidung.
Dennoch bleibt vor allem die Szene in der Nachspielzeit in Erinnerung. Für Köln ist sie besonders bitter: Im engen Abstiegskampf könnte jeder Punkt entscheidend sein. Für Dortmund hingegen blieb der knappe Auswärtssieg bestehen – mit einer Portion Glück.

