BVB-Neuzugang Kaua Prates in Massenschlägerei verwickelt

Hoch her ging es im Duell zwischen Cruzeiro Belo Horizonte und Atlético Mineiro. Auf dem Programm stand das Finale um die Staatsmeisterschaft des brasilianischen Bundesstaates Minas Gerais. Doch dann flog nicht nur der Ball, sondern die Fäuste. Mittendrin: BVB-Neuzugang Kaua Prates (17).

Noch ist der Linksverteidiger gar nicht in Deutschland. Wechseln darf er erst mit dem Erreichen der Volljährigkeit am 12. August 2026. „Er ist noch sehr jung und zählt zu den talentiertesten Spielern in Südamerika“, freut sich Lars Ricken (49), Geschäftsführer Sport, auf Kaua Prates.

Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl (46) führt ergänzend aus: „Mit seiner Zweikampfstärke, seiner Robustheit und seiner Mentalität wird er unsere Mannschaft in der kommenden Saison ganz sicher bereichern.“

Zweikampfstärke und Robustheit stellte der Youngster nun unter Beweis. Aber sicherlich anders, als Kehl sich wünscht. Mit Cruzeiro traf Kaua Prates am Sonntagabend (8. März) auf den Stadtrivalen Atlético Mineiro. Nach einer Stunde sorgte Kaio Jorge (24) mit einem Kopfball für das 1:0 von Cruzeiro. Die Führung hatte bis weit in die Nachspielzeit hinein Bestand. Als nur noch zehn Sekunden zu absolvieren waren, passierte das Malheur. Cruzeiros Stürmer Christian (25) kollidierte mit Atletico-Schlussmann Everson (35), wie Reviersport zu berichten weiß. Der Keeper griff sich seinen Gegenspieler und drückte ihn anschließend rabiat mit den Knien zu Boden.

Hulk schlägt zu

Dann gab es kein Halten mehr. Spieler, Betreuer, Mitglieder des Trainerstabs beider Teams prügelten wild aufeinander ein. Erst nach geschlagenen zehn Minuten gelang es Sicherheitskräften und Militärpolizei, die Streithähne voneinander zu trennen. Der Unparteiische brach die Begegnung ab.

Zwar zückte der Referee keine Rote Karte, vermerkte aber anschließend insgesamt 23 Platzverweise in seinem Spielbericht. Zu den Betroffenen gehören nicht nur die beiden Auslöser der Prügelei, sondern auch Atlético-Kapitän Hulk (39), die früheren Bundesliga-Spieler Walace (30/Hamburg, Hannover) und Fagner (36/Wolfsburg) – sowie Kaua Prates. Obgleich der künftige Borusse nur auf der Bank saß, hielt er sich bei der Schlägerei offenbar nicht zurück.

Kaua Prates
Foto: IMAGO

Hulk entschuldigte sich später zwar, kritisierte aber auch den Schiedsrichter. Dieser hätte „keine Persönlichkeit“ gehabt und „Angst, das Finale zu pfeifen“.

THemen
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