Das Pokerspiel hat ein Ende. Nico Schlotterbeck bleibt ein Borusse. Der 26 Jahre alte Innenverteidiger verlängerte seinen Vertrag bis 2031. Einen Haken hat die Sache allerdings.
Bis 2027 lief Schlotterbecks Kontrakt mit dem BVB. Doch ein Abschied in diesem Sommer schien nicht unrealistisch. Top-Teams wie Real Madrid und der FC Barcelona beschäftigten sich intensiv mit dem Abwehrchef des Bundesligazweiten.
Doch Fans und Verantwortliche dürfen zunächst einmal aufatmen. Nach Informationen des kicker setzte der gebürtige Waiblinger jetzt seine Unterschrift unter ein Arbeitspapier bis 2031.
Doch aufgehoben ist der Wechsel damit keineswegs, sondern möglicherweise nur aufgeschoben. Dem Bericht zufolge besitzt Schlotterbeck eine Ausstiegsklausel in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro, die „nur für wenige Klubs“ gelte, wie es heißt. Dass Real und Barça dazu zählen, ist nicht bestätigt, aber durchaus wahrscheinlich.
Höheres Gehalt für den Abwehrchef des BVB
Sollte der BVB-Verteidiger bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA (11. Juni bis 19. Juli) mit überzeugenden Leistungen aufwarten, könnte ein Wechsel binnen kürzester Zeit über die Bühne gehen. Allerdings wird die Borussia dann finanziell adäquat entschädigt. Ein ablösefreier Abschied im Sommer 2027 ist mit der Vertragsverlängerung vom Tisch.
Schlotterbecks Gehalt steigt ebenfalls an. Es soll jedoch nicht bei den im Vorfeld kolportierten 14 Millionen Euro pro Jahr liegen. Künftig erhält der 26-Jährige ein Salär von rund zehn Millionen Euro per annum. Aufgrund von Bonuszahlungen kann der Betrag aber noch ansteigen.

Die Gespräche zwischen Spieler und Verein zogen sich bereits seit Monaten hin. Druck wollte BVB-Boss Lars Ricken (49) jedoch bewusst nicht aufbauen, wie er selbst erklärte. „Das macht in manchen Fällen vielleicht Sinn, in diesem aber nicht“, betonte der Geschäftsführer Sport. „Die Gespräche sind so respektvoll und vertraulich, dass wir nicht auf künstliche Weise Druck ausüben wollen.“
