Gestern endete die Frist für die Einsendung der Stimmen beim Bürgerentscheid zu einer Olympia-Bewerbung von Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet, offiziell firmierend unter dem Namen „Köln Rhein Ruhr“. Da auch in Dortmund die Zustimmung groß war und das nötige Quorum erreicht wurde, könnte im Signal Iduna Park von Borussia Dortmund in mittelfristiger Zukunft olympischer Fußball gespielt werden.
Nicht nur in den beiden Rhein-Metropolen Köln und Düsseldorf sowie den vielen größeren und kleineren Städten im Ruhrgebiet sehen die Pläne für diese Olympia-Bewerbung Austragungsstätten vor. Ebenso sind Aachen, Mönchengladbach, Leverkusen, Wuppertal oder Monheim am Rhein Teil der Planungen.
Einzig das im Norden des Reviers gelegene Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Moutainbike-Wettbewerbe beherbergt werden sollten, wurde das nötige Quorum – also die Mindestzahl an Ja-Stimmen – verfehlt. Herten scheidet damit aus den Planungen aus.
In fast allen anderen Städten lag die Zustimmung bei weit über zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen. So auch in Dortmund, wo sich 68,3 Prozent derjenigen, die ihren Wahlzettel einsendeten, für eine solche Bewerbung um die Olympischen Spiele aussprachen. Damit würde der Signal Iduna Park des BVB zu olympischen Weihen gelangen, sollte sich die „Köln Rhein Ruhr“-Bewerbung erst gegen die nationale und später gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen.
Bei beidem darf durchaus ein größeres Fragezeichen gesetzt werden. Ausgeschlossen ist es aber nicht, dass Fahnen mit den olympischen Ringen 2036, 2040 oder 2044 über dem einstigen Westfalenstadion wehen werden.

Olympia-Teams statt BVB im Signal Iduna Park möglich
Das Olympische Fußballturnier wurde zuletzt in Stadien im gesamten Heimatland der Ausrichterstadt ausgetragen. Mit dem Nachteil, dass diese Stadien und Städte fernab des eigentlichen geographischen Kerns von Olympia nur wenig Flair verbreiteten, was sowohl Akteure als auch Ausrichter gerne mal beklagten.
Sollten die Olympischen Spiele ins Ruhrgebiet kommen, wäre das anders. Die große Dichte an erfolgreichen Fußballclubs in der Region sorgt für eine mehr als ausreichende Auswahl an infrage kommenden Stadien. Und so wäre der Signal Iduna Park des BVB eines dieser sieben Stadien, in denen das Olympische Fußballturnier über die Bühne ginge:
- Düsseldorf, Merkur Spiel-Arena
- Gelsenkirchen, Arena auf Schalke
- Köln, Rhein-Energie-Stadion
- Dortmund, Signal Iduna Park
- Bochum, Ruhrstadion
- Essen, Stadion an der Hafenstraße
- Wuppertal, Stadion am Zoo
Trotz des großen Fassungsvermögens würde Dortmund dann übrigens keinen neuen Olympischen Rekord bei der Zuschauerzahl aufstellen können. Diesen hält seit 1968 das Aztekenstadion in Mexiko City, in dem 105.000 Zuschauer das Spiel um Bronze verfolgten, welches Japan mit 2:0 gegen Gastgeber Mexiko gewann.

