Es war nicht so, als hätte niemand gewusst, welch schwierige Aufgabe im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld auf die Frauen des BVB wartete. Schon in der Hinrunde ließ man gegen diesen Gegner Punkte. Weil es gestern erneut nicht zu einem Sieg reichte, ist der Trumpf im Aufstiegskampf vergeben. Die Ernüchterung im Dortmunder Lager ist groß.
Nur vier Punkte weniger hatten die Armininnen geholt als Borussia Dortmund, bevor man sich gestern ab 15 Uhr zum Duell im Stadion Rote Erde traf. Warnungen hätte vor der Stärke der Ostwestfälinnen hätte es aber ohnehin keiner bedurft, trotzten diese dem BVB doch bereits am 7. Spieltag beim 1:1 in Bielefeld ein Remis ab.
Zu Hause sollte es besser laufen, hoffte man beim Team von Trainer Markus Högner. Doch darauf wurde nichts. Ebenfalls 1:1 endete die Partie gestern vor rund 3.500 Zuschauern, was den Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga einen mächtigen Dämpfer versetzte.
Schon in der 11. Minute ging Arminia Bielefeld nach einer Unachtsamkeit im Dortmunder Aufbauspiel durch Jocelyn Hampel in Führung. Das sorgte für greifbare Verunsicherung beim BVB, der danach zwar das Spiel beherrschte, aber nur selten Gefahr erzeugte. In der zweiten Hälfte schnürte man Arminia Bielefeld sogar hinten ein, doch auch dabei sprang nur wenig heraus. Immerhin gelang den Schwarzgelben in der 76. Minute durch Frederike Kempe der Ausgleich. Zu mehr reichte es bis zum Schlusspfiff in Dortmund aber nicht.

Bielefeld feiert 1:1 bei BVB wie einen Sieg
„Die Stimmung ist im Keller“ berichtet die WAZ von der anschließenden Atmosphäre bei den Borussinnen.
Hätte man bei einem Sieg weiterhin die Möglichkeit gehabt, mit einem Dreier im ausstehenden Nachholspiel die Tabellenführung zu übernehmen, ist man jetzt wieder auf Schützenhilfe angewiesen. Nur, wenn Tabellenführer 1. FC Köln II in den verbleibenden Spielen noch einmal Punkte lässt, sind die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg noch zu erreichen.
So niedergeschlagen waren die Spielerinnen, dass Trainer Markus Högner sich diesmal etliche Minuten Zeit ließ, ehe er seine Schützlinge zum Mannschaftskreis versammelte. Dass die Bielefelderinnen derweil mit ihren mitgereisten Fans feierten, verstärkte den Eindruck, dass der BVB gestern der Verlierer war und die Arminia der Sieger – obwohl die Partie nominell remis endete.

