Bittere Diagnose für den BVB: So lange fällt Schlotterbeck wohl aus

Nach seinem Innenbandriss droht Nico Schlotterbeck eine monatelange Pause. Ein Experte gibt eine düstere Prognose zur Ausfallzeit des BVB-Abwehrspielers.

Borussia Dortmund muss sich wohl auf einen längeren Ausfall von Nico Schlotterbeck einstellen. Der Innenverteidiger zog sich beim 2:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zu und wird dem BVB voraussichtlich mehrere Monate fehlen.

Nach Einschätzung von Professor Christian Lüring, Orthopäde und Unfallchirurg am Klinikum Dortmund, ist mit einer langen Zwangspause zu rechnen. „Damit muss man mindestens rechnen“, erklärte der Mediziner gegenüber den Ruhr Nachrichten mit Blick auf eine Ausfallzeit von drei Monaten. Zunächst müsse die Verletzung vollständig ausheilen. Dafür werde das betroffene Sprunggelenk rund sechs Wochen mit einer Orthese oder Schiene stabilisiert.

Erst anschließend könne die Belastung Schritt für Schritt wieder gesteigert werden. Deshalb erscheint eine Rückkehr auf den Platz frühestens nach etwa drei Monaten realistisch. Immerhin gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Schlotterbeck konnte nach der Verletzung zunächst noch weiterspielen. Für Lüring ist das ein positives Signal. „Das spricht eher dafür, dass die Verletzung nicht maximal schwerwiegend ist“, ordnete der Experte ein.

Wann feiert Nico Schlotterbeck sein BVB-Comeback?

Für Borussia Dortmund hat die Verletzung dennoch erhebliche Folgen. Schlotterbeck wird die komplette Saisonvorbereitung verpassen. Auch ein Einsatz im Supercup gegen den FC Bayern sowie zum Bundesliga-Auftakt gilt als ausgeschlossen. Ein Comeback im BVB-Trikot ist derzeit erst nach der Länderspielpause Ende September realistisch.

Nico Schlotterbeck
Foto: IMAGO

Trotz seines WM-Aus reist der Abwehrspieler vorerst nicht nach Dortmund zurück. Stattdessen bleibt der 26-Jährige beim DFB-Team in den USA, um die Mannschaft weiter zu unterstützen. Sportdirektor Rudi Völler erklärte: „Er wird die Mannschaft unterstützen und die Mitspieler mit führen, auch für den Teamgeist.“

Besonders emotional reagierte Bruder Keven Schlotterbeck auf die schwere Verletzung. Der Profi des FC Augsburg, der das Spiel live im Stadion verfolgte, sagte bei MagentaTV: „Es tut mir unendlich weh, dass die WM vorbei ist für ihn.“ Später ergänzte er: „Ich weiß, dass Nico ein harter Hund ist. Dadurch, dass er nicht sofort aufstand, ist es auch nicht so einfach für den großen Bruder.“

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