Muss der BVB um Ryerson bangen? Teamarzt klärt auf

Nach der frühen Auswechslung von Julian Ryerson bei der WM herrschte große Sorge beim BVB. Nun hat Norwegens Teamarzt neue Details zur Verletzung des Rechtsverteidigers bekannt gegeben.

Die Sorgen von Borussia Dortmund um Julian Ryerson sind nach dessen früher Auswechslung bei der Weltmeisterschaft zwar noch nicht vollständig verschwunden, erste Aussagen des norwegischen Mannschaftsarztes machen jedoch Hoffnung. Der Rechtsverteidiger musste beim 3:2-Erfolg Norwegens gegen den Senegal bereits in der Anfangsphase verletzt vom Platz.

Wie Teamarzt Ola Sand gegenüber der norwegischen Zeitung Verdens Gang erklärte, handelt es sich bei den Beschwerden nicht um eine plötzlich aufgetretene Verletzung. Vielmehr sei das Problem schon länger vorhanden. „Nicht um eine akute Verletzung, sondern um eine, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat“, erklärte Sand. Bereits im ersten Gruppenspiel gegen den Irak habe Ryerson erste Probleme im Oberschenkel verspürt, die sich anschließend weiter verschlechtert hätten.

Trotz der Beschwerden entschied sich der 28-Jährige für einen Einsatz gegen den Senegal. Dem Trainerteam war allerdings schon vor dem Anpfiff bewusst, dass Ryerson möglicherweise nicht die komplette Partie bestreiten könnte. Deshalb wurde Ersatzspieler Marcus Holmgren Pedersen bereits am Morgen des Spiels auf einen möglichen frühen Einsatz vorbereitet.

BVB-Star Ryerson: Warum Norwegen das Risiko einging

Nationaltrainer Ståle Solbakken sprach nach der Begegnung sogar von einer „kalkulierten Wette“. Ryerson habe sich spielfähig gefühlt und grünes Licht gegeben, doch die Schmerzen wurden bereits nach wenigen Minuten zu groß. Daraufhin reagierte der Trainer und nahm den BVB-Star frühzeitig vom Feld.

Julian Ryerson
Foto: IMAGO

Auch Sand betonte, dass das Risiko allen Beteiligten bewusst gewesen sei. „Es ist immer ein Risiko, wenn Spieler schon im Vorfeld Beschwerden verspürt haben – man weiß also nie, wie lange sie durchhalten“, sagte der Mannschaftsarzt. Eine genaue Diagnose sei unmittelbar nach der Partie noch nicht möglich gewesen.

Wie lange Ryerson tatsächlich ausfallen wird, bleibt deshalb offen. Nach Angaben des norwegischen Teamarztes werde der Defensivspieler nun „von Tag zu Tag“ untersucht. Ob er im abschließenden Gruppenspiel gegen Frankreich am Freitag (21 Uhr) wieder zur Verfügung steht, ist derzeit fraglich. Für Borussia Dortmund bleibt damit abzuwarten, ob sich die ohnehin angespannte Personalsituation weiter verschärft.

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