Borussia Dortmund hat bei der WM 2026 keine Spieler mehr im Rennen: Gregor Kobel und Julian Ryerson scheitern im Viertelfinale, Ryerson sorgt zudem mit einer Verletzung für neue Sorgen.
Für Borussia Dortmund ist die Weltmeisterschaft 2026 beendet. Mit dem Viertelfinal-Aus von Julian Ryerson und Gregor Kobel sind die letzten beiden verbliebenen BVB-Profis aus dem Turnier ausgeschieden. Während Kobel mit der Schweiz Argentinien nach Verlängerung mit 1:3 unterlag, musste sich Ryerson mit Norwegen England ebenfalls nach 120 Minuten mit 1:2 geschlagen geben. Besonders bitter: Der norwegische Außenverteidiger musste erneut verletzt vom Platz.
Ryerson erlebte gegen England zunächst einen vielversprechenden Abend. Norwegen ging durch Andreas Schjelderup in Führung, ehe Ex-Dortmunder Jude Bellingham noch vor der Pause den Ausgleich erzielte. Nach rund einer Stunde folgte dann jedoch der nächste Rückschlag für den Dortmunder.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb der 28-Jährige auf dem Rasen sitzen und signalisierte sofort, dass es für ihn nicht weitergehen würde. Fredrik Aursnes ersetzte den Rechtsverteidiger in der 60. Minute. Anschließend verließ Ryerson, begleitet von zwei Betreuern, enttäuscht das Spielfeld. Bilder zeigten ihn wenig später niedergeschlagen auf einer Kühlbox sitzend. Ob eine schwerere Verletzung vorliegt, ist bislang offen.
Sorgen um BVB-Star Julian Ryerson
Es ist nicht das erste Mal, dass Ryerson während des Turniers gesundheitliche Probleme hatte. Bereits im Gruppenspiel gegen Senegal (3:2) musste er früh ausgewechselt werden und verpasste anschließend zwei Begegnungen. Auch im Achtelfinale gegen Brasilien (2:1) war für ihn vorzeitig Schluss. Sportlich wurde Norwegen die starke Leistung am Ende nicht belohnt. Bellingham traf kurz nach Beginn der Verlängerung erneut und schoss England damit ins Halbfinale.

Auch Gregor Kobel musste den Traum vom WM-Titel begraben. Die Schweiz hielt den Titelverteidiger Argentinien lange in Schach und glich einen Rückstand zwischenzeitlich aus. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Breel Embolo ab der 72. Minute kämpften die Eidgenossen jedoch in Unterzahl weiter und mussten sich schließlich in der Verlängerung geschlagen geben.
Kobel zeigte über die gesamte Weltmeisterschaft starke Leistungen und bewahrte sein Team auch im Viertelfinale mit mehreren Paraden lange vor dem Aus. Mit dem Aus von Kobel und Ryerson endet die WM aus Dortmunder Sicht. Insgesamt waren zehn BVB-Profis bei dem Turnier im Einsatz, doch im Halbfinale wird kein Spieler von Borussia Dortmund mehr vertreten sein.

