Nach seinem Abschied von Borussia Dortmund startet Niklas Süle sein neues Fußball-Abenteuer in der Kreisliga. Bei seinem Debüt trifft der Ex-BVB-Star zwar selbst, kassiert mit dem SV Tiefenbach aber eine deutliche Klatsche.
Der Start in sein neues Fußball-Kapitel ist für Niklas Süle alles andere als nach Wunsch verlaufen. Bei seinem ersten Pflichtspiel für den SV Tiefenbach musste der frühere Profi von Borussia Dortmund eine deutliche 2:7-Niederlage hinnehmen. Immerhin durfte sich der 30-Jährige bei seinem Kreisliga-Debüt über einen eigenen Treffer freuen.
Gegen den Landesliga-Absteiger SG Kirchardt geriet Tiefenbach früh auf die Verliererstraße. Bereits zur Pause lag Süles Mannschaft mit 0:3 zurück. Rund 500 Zuschauer verfolgten die Partie bei hohen Temperaturen und bekamen den prominenten Neuzugang dabei in einer ungewohnten Rolle zu sehen.
Während Süle während seiner Profikarriere hauptsächlich als Innenverteidiger auflief, wurde er bei seinem neuen Klub im zentralen Mittelfeld und im Angriff eingesetzt. Nach einer eher unauffälligen ersten Hälfte kam der ehemalige Nationalspieler nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel. In der 75. Minute köpfte er nach einer Ecke zum zwischenzeitlichen 2:6 ein. An der deutlichen Niederlage änderte das allerdings nichts.
Ex-BVB-Star Süle mit trockenem Fazit nach Debüt
Nach dem Abpfiff hielt sich Süle wie angekündigt mit öffentlichen Äußerungen zurück. Auf die Frage, ob ihm sein Kreisliga-Debüt Spaß gemacht habe, antwortete er dennoch trocken: „So viel, wie ein 7:2 Spaß macht.“

Trainer Jason Walzel wollte das Ergebnis nicht überbewerten. Süle hatte vor seinem ersten Pflichtspiel lediglich dreimal mit der Mannschaft trainiert und muss sich noch an seine neue sportliche Umgebung gewöhnen. „Niklas ist ja noch nicht so lange da. Er muss auch erst mal wieder reinfinden“, erklärte Walzel. Gleichzeitig hofft der Coach, dass sich die große Aufmerksamkeit rund um den prominenten Neuzugang bald etwas legt.
Süle hatte nach 13 Jahren im Profifußball im Sommer seine Karriere auf höchstem Niveau beendet. Zuvor spielte er unter anderem für Borussia Dortmund, den FC Bayern und die TSG Hoffenheim. Sein Engagement in Tiefenbach kam über seinen Freundeskreis zustande. Den Wechsel in den Amateurbereich bezeichnete Süle selbst als „absolutes Geschenk“, weil er nun gemeinsam mit seinen Kumpels auf dem Platz stehen könne.

