Der BVB hat den zweiten Griechen in diesem Sommer verpflichtet und Giannis Konstantelias von PAOK Saloniki nach Dortmund gelotst. Der Offensivspieler hat einen Vertrag bis 2031 unterschrieben.
Genau wie Landsmann Konstantinos Karetsas soll er nun versuchen in der Offensive der Dortmunder für mehr Schwung zu sorgen und seine Kreativität auszuspielen.
„Mit Giannis gewinnen wir einen Spieler, der uns mit seinen Qualitäten verstärken wird. Wir sehen in ihm eine Menge Potenzial und sind überzeugt davon, dass er sehr gut in unsere Mannschaft passt“, erklärte Ole Book.
Doch welche Qualitäten bringt Konstantelias eigentlich genau mit? Und wie passt er zu den Dortmundern?
Konstantelias‘ Weg in die Bundesliga
Schon früh zeigte sich, dass es für den Griechen einmal richtig ernst werden kann mit dem Profifußball. Konstantelias schloss sich PAOK im Alter von zehn Jahren an und durchlief anschließend die Nachwuchsabteilung des Vereins. Mit 17 debütierte der Offensivspieler für die erste Mannschaft, wurde auch früh in die Juniorenteams der griechischen Nationalelf berufen.
2023/24 gelang der Durchbruch in Griechenland. 2024/25 wurde er sogar zum besten griechischen Spieler der Super League gewählt. Auch in der griechischen Nationalmannschaft ist er seitdem eine gestandene Größe, hat schon einige Spiele auf dem Buckel. Im Sommer letzten Jahres wäre er beinahe nach Stuttgart gewechselt, doch ein Protest der Ultras sorgte dafür, dass sogar der Präsident einschritt.

Jetzt führte sein Weg also tatsächlich in die Bundesliga, nach Dortmund statt nach Stuttgart. Die Vorschusslorbeeren sind vorhanden, der Spieler will jetzt natürlich dafür sorgen, dass diesen auch Taten folgen.
Ein breites Spektrum an Qualitäten
Zunächst wollte Borussia Dortmund Said El Mala verpflichten, doch die Gespräche mit dem 1. FC Köln konnten nicht positiv zum Abschluss gebracht werden. Deswegen rückte Konstantelias in den Fokus. Er ist nun kein 1:1-Ersatz für El Mala, sondern ein anderer Spielertyp. Während El Mala primär über seinen Antritt, seine Geschwindigkeit und seine Zielstrebigkeit kommt ist Konstantelias eher ein spielstarker Offensivspieler, der im kreativen Bereich unterwegs ist, aber auch einen sehr guten Abschluss mitbringt.
Ein Faktor ist auffällig: Konstantelias hat es früh gelernt und verstanden, defensiv mitzuarbeiten. Er ist ein Spielertyp, der gegen den Ball arbeiten kann und genau weiß, dass er auch die Defensive unterstützen muss. Er schafft oftmals den Spagat aus Arbeit gegen den Ball, aber trotzdem unermüdlichem Antreiben in der Offensive. Hinzu kommt, dass er mit seiner Kreativität und dem guten Passspiel bei Kontern in der Lage ist, präzise Pässe zu spielen und das Spiel schnell zu machen, aber sich auch in engen Räumen wohl fühlt.
Der BVB erhält also einen Spieler, der nie aufgibt, der im 3-4-2-1-System der Dortmunder eine gute Rolle spielen und sich gut mit Landsmann Karetsas ergänzen kann. Dementsprechend passt er auch zur Offensive, auch wenn das ursprüngliche Profil, das gesucht wurde, ein anderes war. Je nach weiteren Deals, vor allem für einen Schienenspieler auf rechts, kann das Gesamtbild des Kaders aber dennoch sehr stimmig sein. Und wenn Konstantelias nicht viel Anlaufzeit braucht, kann er früh sehr wichtig für den BVB werden.
