Borussia Dortmund muss während der Länderspielpause auf zahlreiche Profis verzichten. Trainer Niko Kovac reagiert auf die ungewöhnliche Situation mit einem speziellen Plan.
Beim BVB kehrt während der anstehenden Länderspielpause ungewöhnlich viel Ruhe ein. Gleich 20 Dortmunder Profis wurden für ihre jeweiligen Nationalmannschaften nominiert und verlassen den Klub vorübergehend. Weil gleichzeitig mehrere Spieler verletzt fehlen, ist ein reguläres Mannschaftstraining für Trainer Niko Kovac kaum möglich.
Nahezu jeder gesunde und verfügbare Profi erhielt eine Einladung seines Verbandes. Lediglich Maximilian Beier, Marcel Sabitzer, Mussa Kaba und einige Ersatztorhüter bleiben unter anderem in Dortmund. Fünf BVB-Spieler laufen für Nachwuchsnationalmannschaften auf, der Großteil ist dagegen bei den jeweiligen A-Teams eingeplant. Für viele Dortmunder stehen dabei drei oder sogar vier Länderspiele auf dem Programm.
Besonders ist die Situation für Mathis Albert, der erstmals für die A-Nationalmannschaft der USA berufen wurde. Jobe Bellingham muss dagegen weiterhin auf diesen Schritt warten. Auch Luca Reggiani spielt zunächst wieder für Italiens U21.
BVB-Plan für Beier und Sabitzer: Profis trainieren individuell
Die geringe Zahl verbliebener Profis zwingt den BVB zu einer ungewöhnlichen Lösung. Kovac hat dem Rest des Kaders zunächst freigegeben. Abhängig davon, wann die Nationalspieler zurückkehren, soll das gemeinsame Training erst später wieder aufgenommen werden. Beier und Sabitzer bekamen für die Zwischenzeit individuelle Lauf- und Fitnessprogramme. Über die Herzfrequenzdaten kann das Trainerteam die Belastung kontrollieren.

Kovac selbst nutzt die Pause ebenfalls für einige Tage in seiner Salzburger Wahlheimat. Von Urlaub will der 54-Jährige allerdings nichts wissen. „Das ist ja inzwischen modern. Man muss nicht mehr ins Büro gehen, sondern kann das von zu Hause aus machen. Ich werde die Zeit natürlich auch bei meiner Familie nutzen, das heißt aber nicht, dass ich in den langen Urlaub gehe.“
Die verletzten Spieler setzen ihre Reha derweil in Dortmund fort. Für Nico Schlotterbeck kommt eine andere Lösung zum Einsatz: Der Verteidiger bleibt beim DFB, wo er trotz eingeschränkter Einsatzmöglichkeiten regulärer trainieren kann. Kovac begründet das so: „Er wird dort ein Fußballtraining bekommen, das wir hier in dieser Form nicht anbieten können.“ Für Dortmund steht damit eine außergewöhnliche Pause bevor – bevor anschließend wieder der Bundesliga-Alltag beginnt.

