In der vergangenen Sommer-Transferperiode hat Borussia Dortmund sieben neue Spieler verpflichtet. Nach den ersten Wochen im Verein ist es anders zeit ein erstes Zwischefazit zu ziehen. Deutlich wird: Ein Akteur überragt besonders.
Justin Lerma war der erste Spieler, welchen Borussia Dortmund für die Saison 2026/27 verpflichtet hat. Damals och unter Sebastian Kehl tütete der BVB den Transfer des talentierten Ecuadorianers ein. In der Sommervorbereitung gehörte er fest zum Kader von Trainer Niko Kovac und ließ sein Fähigkeiten immer wieder aufblitzen. Allerdings wurde auch deutlich, dass der Sprung aus der ecuadorianischen Liga in den deutschen Profifußball ein großer ist. Dem 18-Jährigen fehlt es bislang noch an Physis, was ihn aus dem Kader rotieren ließ. Zusätzlich sorgte eine Muskelverletzung dafür, dass der Mittelfeldspieler zuletzt nicht trainieren konnte.
Für den BVB stellt sich bei Justin Lerma allerdings auch ein weiteres Problem: Er ist nur für die Profis und dem Premier League International Cup sowie die Youth League spielberechtigt. Für die Profis reicht es aktuell noch nicht und die Partien in den anderen Wettbewerben sind zu selten, als dass der Ecuadorianer regelmäßige Spielzeit bekommen könnte. Eine schwierige Situation.
Note: 4
Der zweite Transfer den der BVB für diese Saison fix gemacht hat, war Kaua Prates. Ebenfalls von Sebastian Kehl verpflichtet kam der junge Brasilianer im Sommer nach Dortmund. Im Gegensatz zu Justin Lerma scheint der Linksverteidiger schon einen Schritt weiter zu sein. Der 18-Jährige kommt immerhin schon auf drei Pflichtspieleinsätze für die Schwarz-Gelben – zwei davon als Joker. Auch er ließ sein Potenzial immer wieder aufblitzen, doch auch für ihn gilt: Der Sprung aus der brasilianischen Liga nach Deutschland in den europäischen Profifußball bedarf Eingewöhungszeit. Diese bekommt er von Trainer Niko Kovac.
Zudem hat der BVB auf der Position von Kaua Prates einige Alternativen. Mit Daniel Svensson oder Maximilian Beier haben derzeit zwei Akteure die Nase vor dem Brasilianer. Dennoch scheint sicher zu sein, dass auch der 18-Jährige in den nächsten Wochen auf noch mehr Spielminuten kommen wird.
Note: 4+
Der erste Transfer von Sportdirektor Ole Book war der von Joane Gadou – und der soll sich als der bislang beste Transfer herausstellen. Als Ersatzmann für die Dreierkette verpflichtet zeigte der Franzose schon früh in der Vorbereitung, dass mit ihm zu rechnen sein wird. In seinen ersten Wochen im Dress der Schwarz-Gelben bestach der 19-Jährige besonders durch seine gute Physis und seine enorme Schnelligkeit. Gegen den VfB Stuttgart unterbund er einen Konter und lief dabei über 36kmh. Ein enormes Tempo.
Vernesserungspotenzial hat der Verteidiger noch beim Spiel mit Ball. Besonders seine Pässe schafften es bisher nicht immer am richtigen Mann anzukommen. Dennoch zeigten die ersten Spiele, was in Joane Gadou steckt. Nicht umsonst scheint der Franzose erstmal seinen Stammplatz in der Dreierkette gesichert zu haben.
Note: 2+
Der offizielle Königstransfer von Ole Book war der von Konstantinos Karetsas. Für knapp 30 Millionen Euro hat der BVB den talentierten Griechen verpflichtet, hinter dem auch die AC Mailand her gewesen sein soll. In der Vorbereitung zeigte der 18-Jährige direkt mal was in ihm steckt: Mit einem Traumtor im Testspiel gegen den FC Arsenal fügte er sich blitzschnell bei Borussia Dortmund ein.
In seinem ersten Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV folgte dann seine erste Torvorlage in einem Pflichtspiel für den BVB. Danach fiel seine Leistung ein wenig ab. Nach seinem Zusammenbruch gegen Villareal musste der Grieche zudem eine Partie aussetzen. Bei seinem Comeback gegen den VfB Stuttgart leitete er den Siegtreffer allerdings ein und zeigte eine engagierte Leistung. Auch Konstantinos Karetsas wird noch etwas Zeit benötigen, doch sein großes Potenzial ist schon jetzt erkennbar.
Note: 2-
BVB im Mittelfeld gut aufgestellt
Wenige Tage nach dem Konstantinos Karetsas beim BVB vorgestellt wurde, verpflichtete Ole Book mit Giannis Konstantelias den zweiten Griechen. Nach einer guten Vorstellung im Supercup folgte sein erster Bundesliga-Einsatz gegen den Hamburger SV, den er direkt mit einem Tor krönte. Im gleichen Spiel folgte dann allerdings auch die verletzungsbedingte Auswechslung und die Hiobsbotschaft: Kreuzbandriss.
Aufgrund der wenigen Spiele und der langen Ausfallzeit ist keine Benotung möglich.
Kurz nach dem Griechen-Doppelpack wurde Joey Veerman beim BVB vorgestellt. Als Sechser soll er bei Borussia Dortmund eine Lücke füllen, welche schon lange im Kader existiert. Bisher stand der Niederländer in allen Pflichtspielen für Borussia Dortmund auf dem Feld. Vier mal davon war der 27-Jährige in der Startelf. Ein Tor konnte er bislang vorbereiten.
Schon früh zeigt sich, dass der Niederländer eine wichtige Rolle bei den Schwarz-Gelben einnehmen wird. Das einzige Problem: Mit Jobe Bellingham und Felix Nmecha hat der Niederländer zwei talentierte Konkurrenten auf seiner Position.
Note: 3+

Ethan Nwaneri ist der letzte Transfer des BVB in dem vergangenen Sommer. Am Deadline-Day wurde der Engländer als Ersatz für Giannis Konstantelias verpflichtet und für ein Jahr vom FC Arsenal ausgeliehen. Bisher stand der 19-Jährige vier Mal für die Schwarz-Gelben auf dem Feld. Dabei gelang ihm eine Torvorlage – direkt bei seinem Debüt gegen die TSG Hoffenheim.
Seither waren die Auftritte des Leihspielers eher durchwachsen. Dennoch lässt sich festhalten, dass der Engländer die Offensive des BVB belebt und ein großes Potenzial besitzt. Als Spieler neben Konstantinos Karetsas, welcher sich auf kurz oder lang mit Samuele Inacio oder Mathis Albert abwechseln wird, hat Borussia Dortmund einen guten Griff gemacht.
Note: 3
