Nächste Schritte: Wie Silva noch wichtiger für den BVB wird

Manuel Behlert

Im Sommer galt Fabio Silva bei Borussia Dortmund zuweilen als Kandidat für einen Wechsel. Der Offensivspieler liebäugelte zwischenzeitlich auch selbst damit, den BVB zu verlassen. 

Doch Silva blieb und stellte sich dem Konkurrenzkampf bei den Schwarzgelben. Und das mit Erfolg, denn in den ersten Wochen der Saison wirkte er durchaus spritzig und wichtiger als noch in Teilen der letzten Saison.

Dabei profitiert Silva auch davon, dass man in Dortmund im Sommer den Kader auf mehreren Positionen angepasst hat. Es gibt einige Veränderungen, die für einen homogeneren Kader sorgten. Spieler, die zuvor eher wenig Einfluss nahmen, wurden durch andere Typen oder durch höhere individuelle Qualität ersetzt.

Silva profitiert von Umstellungen

Das ist etwas, das dafür sorgt, dass mehrere Rollen klarer sind. Der BVB hat mehr individuelle Klasse, eine gewisse Unbekümmertheit im Spiel und darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, immer wieder hohe Qualität von der Bank zu bringen. Diese Qualität ist es auch, die in den ersten Spielen mitunter den Unterschied ausmachte.

Fabio Silva
Foto: IMAGO

Silva profitiert selbst auch davon, dass die Diskrepanz im Spiel nicht allzu groß ist, wenn der BVB Veränderungen vornimmt. Eine gewisse Grundqualität und gewisse Spielertypen befinden sich immer auf dem Platz. Das hilft, eine Grundstruktur beizubehalten.

Und innerhalb dieser fühlen sich dann auch die Spieler bedeutend wohler, die eingewechselt werden. Silva machte zuletzt als Joker einen guten Eindruck, aber eben auch als Spieler, der immer mal wieder startet und Serhou Guirassy zu Pausen verhilft, kann er wichtig sein.

Das Anspruchsdenken ist hoch

Das ist zwar eine interessante Rolle, aber nicht die, die der Offensivspieler dauerhaft spielen will. Er will Stammspieler sein, in nahezu jedem Spiel eine wichtige Aufgabe erfüllen. Das kann er nur machen, wenn es ihm gelingt, neben den Basics, die er sich schon draufgepackt hat, auch noch effizienter zu werden.

Genau das ist nämlich der nächste Schritt. Silva muss noch cooler vor dem Tor werden. Nun setzt er ohnehin viel Energie ein, um im Pressing seine Akzente zu setzen und dort zu helfen, aber es geht für ihn jetzt darum, sich die nötige Balance anzueignen, um beides unter einen Hut zu bekommen.

Wenn Silva das schafft, dann hat er genau den Schritt unternommen, der für ihn wichtig ist, um langfristig eine noch größere Rolle zu spielen.

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