Mit gerade einmal 16 Jahren trifft ein Stürmer von Borussia Dortmund derzeit fast nach Belieben – und das inzwischen auch im Trikot seiner Nationalmannschaft.
Bjarki Gardarsson trifft weiter wie am Fließband. Aktuell befindet sich der Isländer mit der U17 seines Heimatlandes auf Länderspielreise und setzt dort seine beeindruckende Torserie fort. Nach seinem Startelf-Debüt am vergangenen Samstag, den 26. September, beim 3:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina und seinem Doppelpack an diesem Tag, folgte am Dienstag, den 29. September, beim knappen 3:2-Erfolg gegen Griechenland der nächste Treffer. Damit steht der junge Stürmer bereits bei drei Toren aus seinen letzten beiden Länderspielen.
Wettbewerbsübergreifend liest sich seine Bilanz noch eindrucksvoller. Sein Debüt im DFB-Pokal der Junioren für den BVB gegen die Jugend von Holstein Kiel krönte Bjarki Gardarsson gleich mit einem Dreierpack. Danach legte er in fünf Ligaspielen fünf weitere Tore nach. Macht zusammen elf Treffer aus acht Partien in dieser Saison – eine herausragende Quote für einen Neuzugang, der erst im vergangenen Sommer vom isländischen Klub UMF Stjarnan Garðabær zum BVB in die U19 gewechselt ist.
BVB-Talent Bjarki Gardarsson vor Profi-Debüt?
Beim Nachwuchsleistungszentrum hatte man schon bei der Verpflichtung große Stücke auf den Mittelstürmer gehalten. Thomas Broich, Sportlicher Leiter des NLZ, sagte damals nach dem Transfer auf der Internetseite des BVB: „Bjarki ist ein Stürmer, der körperlich präsent und zielstrebig ist sowie ein gutes Gefühl für den Strafraum mitbringt.“ Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte sich Bjarki Gardarsson in den isländischen Nachwuchs-Nationalteams etabliert und stand vor seinem BVB-Wechsel bei acht Länderspielen und zwei Toren für die U17 Islands.

Läuft die Entwicklung des Isländers weiter so rasant, dürfte auch Trainer Niko Kovač bald nicht mehr um einen Einsatz im Profibereich herumkommen. In der vergangenen Saison gewährte der Kroate bereits Luca Reggiani, Samuele Inacio und Mathis Albert ihre ersten Profieinsätze. Trifft Bjarki Gardarsson in diesem Tempo weiter, erscheint ein Bundesliga-Debüt zum Saisonende nicht mehr ausgeschlossen. Spätestens in der kommenden Spielzeit dürfte es dann so weit sein – auch um zu verhindern, dass sich andere Klubs das Ausnahmetalent noch schnappen.
