Schlotterbeck-Comeback gegen Bremen? Warum der BVB vorsichtig bleibt

Manuel Behlert

Nico Schlotterbeck will nach seiner Außenbandverletzung keine Zeit verlieren und peilt eine schnelle Rückkehr an. Beim BVB sieht man das deutlich zurückhaltender.

Ob es für Freitag und das Spiel gegen Werder Bremen reicht, soll sich erst auf dem Trainingsplatz zeigen. „Der Plan wäre, dass er morgen mittrainiert. Dann werden wir sehen, ob er einsatzbereit ist oder nicht“, sagte Trainer Niko Kovač auf der Pressekonferenz der Schwarzgelben.

Schlotterbeck selbst würde wohl gerne direkt wieder spielen. Der Verein tritt dagegen bewusst auf die Bremse. Angesichts seiner Verletzungshistorie möchte der BVB nichts überstürzen und lieber abwarten, als einen Rückschlag zu riskieren. Es ist also noch fraglich, ob der Abwehrchef spielen kann. Fehlende Klarheit gibt es ohnehin bei einigen Personalfragen. 

Entscheidung erst nach dem Belastungstest

Erschwert wird die Planung bei Schlotterbeck durch die Außenbandverletzung selbst. Eine genaue Diagnose, die verlässlich Auskunft über das Ausmaß gibt, steht noch immer aus. Wie hartnäckig die Blessur tatsächlich ist, lässt sich an der Strobelallee deshalb noch nicht seriös beziffern.

Niko Kovac
Foto: IMAGO

Ganz bei null fängt Schlotterbeck allerdings nicht an. „Schlotti hat bereits individuell hier gearbeitet“, erklärte Kovač zum bisherigen Verlauf. Der Schritt zurück in die Gruppe wäre die nächste Stufe – und zugleich der Test, auf den das Trainerteam wartet. Erst unter Mannschaftsbedingungen lässt sich beurteilen, ob Schlotterbeck für mehr bereit ist.

Damit prallen zwei Sichtweisen aufeinander: hier der Spieler, der so schnell wie möglich zurück will, dort ein Klub, der seinen Abwehrchef nach den Erfahrungen der Vergangenheit lieber schützt. Eine Prognose für Freitag gibt der BVB bewusst nicht ab.

Geplant ist die Einheit für Donnerstag. Verläuft sie ohne Probleme, könnte Schlotterbeck kurzfristig wieder eine Option für die Partie gegen Bremen werden. Die Entscheidung darüber fällt erst im Anschluss an das Training.

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