Planungen laufen auf Hochtouren: BVB hat Winter-Deals im Blick

Manuel Behlert

Auf der rechten Abwehrseite klafft beim BVB seit dem Sommer eine Lücke. Sportdirektor Ole Book will sie im Winter schließen, doch dafür müsste wohl erst Geld in die Kasse kommen. Auch bei Spielern ohne Perspektive könnte sich etwas tun.

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, liefen die Planungen für das Wintertransferfenster direkt nach dem Deadline Day am 1. September an. Eigentlich wollte Book schon im Sommer auf rechts nachlegen. Doch Neuzugang Giannis Konstantelias (23) erlitt einen Kreuzbandriss. Die daraufhin nötige Leihe von Ethan Nwaneri (19) kostete Geld, das anschließend für einen weiteren Transfer fehlte.

An der Strobelallee rechnet man zugleich mit Bewegung auf der Abgangsseite. Wer verletzt ist oder kaum auf Spielzeit hoffen darf, könnte laut dem Bericht von sich aus einen Wechsel anstreben, per Leihe oder dauerhaft. Book hatte schon bei seiner Vorstellung signalisiert, offen für Gespräche zu sein, wenn eine Veränderung allen Seiten nützt. Sein Leitsatz: „Die Entwicklung einer Mannschaft sei ein stetig laufender Prozess.“ Und das ist auch richtig so.

Konkrete Spur für die rechte Seite

Für die rechte Seite gibt es längst einen konkreten Kandidaten. Nach Informationen von Sky steht Book weiter in engem Austausch mit Marcel Regula, der demnach nach Dortmund wechseln will. Trotzdem könnte der Regula-Transfer am Geld scheitern: Zagłębie Lubin soll sieben bis acht Millionen Euro verlangen. Nach dem teuren Sommer ist der finanzielle Spielraum der Dortmunder begrenzt.

Marcel Regula
Foto: IMAGO

Damit ein Wechsel im Winter klappt, müsste der BVB offenbar zunächst selbst Einnahmen erzielen. Als möglicher Abgangskandidat wird Luca Reggiani genannt, der vor allem Interesse in Italien weckt.

Neu ist die Idee mit Regula nicht: Schon am Deadline Day hielt der BVB Kontakt und soll sogar ein Flugzeug nach Polen geschickt haben, um ihn notfalls kurzfristig zu holen. Als der FC Arsenal spät grünes Licht für die Nwaneri-Leihe gab, entschied man sich aus Kostengründen gegen die Regula-Variante. In Dortmund gibt es aber auch andere Ideen. Man hat aktuell alle Eventualitäten im Blick und will nicht voreilig handeln, sondern den Winter gut vorbereiten.

Warum die rechte Seite im Blick bleibt

Gerade auf dieser Position ist die Lage angespannt. Mit dem Abgang von Yan Couto zu Como 1907 fiel eine Option für die Außenbahn weg. Zuletzt musste zudem Julian Ryerson beim 1:2 Norwegens gegen Portugal angeschlagen ausgewechselt werden. Spätestens seitdem gilt die Personaldecke rechts als dünn.

Bewegung ist im Winter auch bei den Verträgen möglich, die im kommenden Sommer auslaufen. Betroffen sind unter anderem Leihspieler Nwaneri, die Keeper Alexander Meyer (35), Patrick Drewes (33) und Silas Ostrzinski (22) sowie Marcel Sabitzer (32). Bei mehreren von ihnen wäre das Winterfenster die letzte Chance auf eine Ablöse. Über eine Verlängerung mit Ramy Bensebani (31), der als Backup mehrere Positionen abdeckt, ist noch nicht entschieden.

Diesen Artikel teilen