Mit 23 Jahren: BVB-Spieler muss Karriere beenden

Marcel Groß

Ein Kreuzbandriss im Testspiel, monatelanger Kampf um die Rückkehr, am Ende das endgültige Aus: Die Karriere eines jungen BVB-Spielers endet abrupt und viel zu früh.

Felix Paschke hat seine Karriere beendet. Borussia Dortmund und der 23-jährige Mittelfeldspieler einigten sich einvernehmlich auf eine vorzeitige Auflösung seines laufenden Vertrags, wie der BVB mitteilte. Anhaltende Verletzungsprobleme lassen dem Defensivspieler keine andere Wahl, als seine aktive Laufbahn zu beenden – und das, obwohl sein Arbeitspapier eigentlich noch bis zum kommenden Sommer gelaufen wäre.

Angefangen hatte alles in der Jugend von Hetlingen. Von dort aus führte der Weg von Felix Paschke im Sommer 2016 weiter in die Jugendabteilung des Hamburger SV. Über mehrere Jahre hinweg durchlief er dort die U17, die U19 sowie die U23, ehe er im Sommer 2024 von der zweiten Mannschaft des HSV den Sprung zum BVB wagte. In der U23 der Dortmunder kam der defensive Mittelfeldspieler anschließend auf 16 Einsätze und legte dabei einen Treffer für einen Mitspieler auf.

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Dieser Abschnitt sollte bereits zu den letzten seiner gesamten Laufbahn gehören. Im Januar 2025 zog sich Felix Paschke in einem Testspiel der U23 eine folgenschwere Verletzung zu – das Kreuzband riss. Trotz monatelanger, intensiver Reha gelang ihm seitdem keine Rückkehr mehr auf den Platz. Sein Testspiel im Januar 2025 bleibt damit rückblickend sowohl sein letztes Spiel für den BVB als auch das letzte seiner Karriere überhaupt.

Mit großem Bedauern reagierte der Klub auf diese Entwicklung. Ingo Preuß, Sportlicher Leiter der U23, fand dabei persönliche Worte: „Es ist sehr bedauerlich, dass Felix seine Fußballkarriere in so jungen Jahren beenden muss.“ Als Spieler sei Felix Paschke beim BVB stets positiv aufgefallen, ergänzte Ingo Preuß, der vor allem dessen Einsatz im Kampf um ein Comeback würdigte: „Er hat bis zuletzt an der Rückkehr auf den Platz gearbeitet.“ Im Namen des gesamten Vereins bedankte sich der Sportliche Leiter schließlich bei seinem ehemaligen Schützling: „Wir bedanken uns bei Felix für seinen Einsatz“ – verbunden mit den besten Wünschen für dessen weiteren Lebensweg.

BVB-Spieler Felix Paschke äußert sich zum Karriereende

Auch Felix Paschke selbst fand bewegende Worte zum Ende seiner Karriere. Seine Zeit beim BVB beschrieb er dabei durchweg positiv: „Ich habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt.“ Besonderen Dank richtete er an seine Mitspieler, Trainer und das medizinische Team, deren Unterstützung während der langen Verletzungszeit es ihm überhaupt erst ermöglicht habe, alles für den Versuch eines Comebacks zu geben. Mit einem Blick nach vorne beendete er seine Abschiedsworte: „Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin nur das Beste.“ Den Weg seiner ehemaligen Mannschaft wolle er dabei auch künftig aufmerksam verfolgen, kündigte Felix Paschke an.

Für Borussia Dortmund bedeutet dieser Abschied einen doppelten Verlust. Innerhalb des Vereins hatte sich Felix Paschke in den vergangenen Jahren nicht nur als talentierter Spieler, sondern auch als engagierter und beliebter Charakter einen Namen gemacht. Perspektivisch galt der defensive Mittelfeldspieler durchaus als Kandidat für höhere sportliche Aufgaben, möglicherweise sogar im Profibereich. Mit seinem erzwungenen Karriereende verliert der BVB also nicht nur einen vielversprechenden Fußballer, sondern auch einen Menschen, der innerhalb des Vereins offenbar viele positive Spuren hinterlassen hat. Aufgrund des großen Talents verliert der BVB allerdings auch einen Spieler der perspektivisch mit Sicherheit ein Kandidat für die Profimannschaft gewesen wäre.

Felix Paschke
Foto: IMAGO

Wie es für Felix Paschke nun beruflich weitergeht, ließ er in seiner Stellungnahme offen. Fest steht jedoch: Nach Jahren des Kampfes gegen die Folgen seines Kreuzbandrisses zieht der 23-Jährige nun einen Schlussstrich unter seine aktive Laufbahn – mit dem Dank des gesamten Vereins im Rücken und der Ankündigung, dem BVB auch künftig als Fan verbunden zu bleiben.

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