90 Minuten auf der Bank gegen Werder, dazu ein Halbzeit-Einsatz in der Regionalliga: Luca Reggiani spielt beim BVB derzeit kaum noch eine Rolle. Für das Abwehrtalent könnte der Winter deshalb zur Wechselphase werden.
Die Ruhr Nachrichten schreiben, der 18-Jährige stehe an der Strobelallee inzwischen „zunehmend auf dem Abstellgleis“. Ein Abschied in der Winterpause soll demnach immer wahrscheinlicher werden. Interessenten gibt es genug.
Er half am Wochenende wie bereits erwähnt in der 2. Mannschaft aus. Beim 3:2-Erfolg gegen die SG Wattenscheid 09 stand Reggiani 45 Minuten auf dem Platz.
In der Innenverteidigung soll Reggiani unter Trainer Niko Kovac aktuell nur die sechste Wahl sein. Vor ihm rangieren demnach Ramy Bensebaini, Nico Schlotterbeck, Joane Gadou und Waldemar Anton – dazu Filippo Mane, der sich in der Sommervorbereitung nachdrücklich empfohlen hatte. Kehrt Emre Can nach seiner schweren Verletzung zurück, könnte sich die Konkurrenz für Reggiani noch einmal verschärfen.
Warum Reggianis Situation beim BVB kippen könnte
Neu sind die Spekulationen um den Defensivspieler nicht. Bereits im Sommer sollen die AC Mailand, Inter und der FC Southampton ein Auge auf ihn geworfen haben. Damals soll sich Reggiani noch ganz gezielt für den BVB entschieden haben, dem Vernehmen nach sieht er das inzwischen anders. Für den BVB stünde bei einem Verkauf im Winter eine Ablöse im einstelligen Millionenbereich im Raum.

Die Bankrolle gegen Bremen fiel in eine Partie, die beim BVB ohnehin Fragen aufwarf. Als klarer Favorit wollte die Mannschaft den fünften Ligasieg im fünften Spiel einfahren, fand gegen tief stehende Bremer aber lange kaum Lösungen und gab kurz vor Schluss noch eine 2:0-Führung aus der Hand. Das Remis gilt als Warnschuss für den BVB, weil die Mannschaft erneut keine Partie über die volle Distanz kontrollierte.
Ein Verkauf könnte Regula finanzieren
Ein Abgang hätte auch Folgen für die Kaderplanung. Wie spox berichtet, könnte der Erlös aus einem Reggiani-Verkauf Spielraum für Marcel Regula schaffen. Sportdirektor Ole Book hatte das polnische Offensivtalent schon im Sommer weit oben auf der Liste, als Giannis Konstantelias mit einer schweren Knieverletzung ausfiel. Statt Regula lieh der BVB dann Ethan Nwaneri vom FC Arsenal aus.
Im Winter könnte der BVB einen neuen Anlauf nehmen. Zaglebie Lunin soll für Regula bis zu acht Millionen Euro verlangen – eine Summe, die sich über einen Reggiani-Transfer gegenfinanzieren ließe.
