BVB wochenlang ohne Karetsas

Marcel Groß

Konstantinos Karetsas droht nach seiner Verletzung eine längere Pause. Eine erste Prognose zeigt nun, wie lange Borussia Dortmund ohne den 18-Jährigen planen muss.

Eine erste Prognose zur Ausfallzeit von Konstantinos Karetsas ist da. Borussia Dortmund muss sich offenbar darauf einstellen, mehrere Wochen auf seinen Sommer-Neuzugang zu verzichten. Nach Informationen der „Ruhr Nachrichten“ soll der 18-Jährige mindestens bis zur nächsten Länderspielpause Mitte November fehlen. Damit bewahrheiten sich zumindest teilweise die Sorgen, die unmittelbar nach seiner Verletzung in Berlin aufgekommen waren. Eine endgültige Diagnose steht allerdings noch aus. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, wie schwer es Konstantinos Karetsas tatsächlich am Sprunggelenk erwischt hat.

Schon nach der Partie deutete vieles darauf hin, dass der BVB nicht mit einem schnellen Comeback rechnen kann. Konstantinos Karetsas kehrte auf Krücken aus Berlin zurück. Der Offensivspieler konnte seinen rechten Fuß nach dem unglücklichen Zweikampf nicht normal belasten. Laut der ersten Prognose muss Trainer Niko Kovac nun mindestens für die kommenden Wochen ohne den Griechen auskommen. Wann Konstantinos Karetsas wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, hängt von den Ergebnissen der weiteren Untersuchungen ab.

BVB-Boss Ole Book bestätigt Verletzung am Sprunggelenk

Die Szene sorgte beim BVB für einen großen Schreck. Dabei hatte der Arbeitstag für Konstantinos Karetsas erst wenige Minuten zuvor richtig begonnen. Niko Kovac brachte den 18-Jährigen in der 62. Minute für Maximilian Beier in die Partie. Der Sommer-Neuzugang sollte der Dortmunder Offensive in der Schlussphase neue Impulse geben. Dazu kam es allerdings kaum. Nur acht Minuten später endete sein Einsatz bereits wieder. Konstantinos Karetsas geriet im eigenen Strafraum in einen Zweikampf mit Rani Khedira und knickte dabei mit dem rechten Knöchel um. Anschließend blieb der Grieche auf dem Rasen liegen. Schnell wurde deutlich, dass es für ihn nicht weitergehen würde. Ärzte und Betreuer kümmerten sich mehrere Minuten um den Dortmunder. Schließlich verließ der Offensivspieler mit Unterstützung der medizinischen Abteilung und deutlich sichtbar unter Schmerzen den Platz.

Nach der Partie gab Ole Book eine erste Einschätzung ab. Der BVB-Sportdirektor bestätigte, welcher Bereich betroffen ist. „Es ist eine Sprunggelenksverletzung, er ist umgeknickt“, erklärte Ole Book in der Mixed Zone gegenüber den anwesenden Journalisten. Damit herrschte zumindest über die Art der Blessur erste Klarheit. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ausfällt, konnte Ole Book zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht sagen. Der Sportdirektor zeigte sich gleichzeitig verärgert über die Entstehung der Situation. „Dass der Gegner ihm da auf den Fuß tritt, ist unnötig, weil es davor eine Einwurf-Fehlentscheidung war. Und die ganze Situation gar nicht so kommen sollte. Hoffen wir, dass es nicht ganz so schlimm ist. Er fühlt sich gerade nicht gut“, sagte Ole Book.

Niko Kovac: Konstantinos Karetsas „nicht unbedingt von Glück geküsst“

Auch Niko Kovac zeigte sich nach dem Spiel besorgt. Der BVB-Trainer wollte den medizinischen Untersuchungen zwar nicht vorgreifen, verwies aber gleichzeitig auf die schwierigen ersten Monate seines Neuzugangs in Dortmund. „Wir müssen schauen, inwieweit das etwas Ernsteres ist. Im Moment tut es mir für den Jungen Leid, der sicherlich, seitdem er hier ist, nicht unbedingt von Glück geküsst ist.“

Die Worte von Niko Kovac kommen nicht von ungefähr. Borussia Dortmund verpflichtete Konstantinos Karetsas erst im vergangenen Sommer vom KRC Genk. Rund 30 Millionen Euro zahlte der BVB für das große griechische Talent. Die Dortmunder wollten den Offensivspieler Schritt für Schritt an seine neue Mannschaft und das höhere Niveau heranführen. Bislang absolvierte Konstantinos Karetsas neun Partien für Borussia Dortmund. Dabei gelang dem 18-Jährigen eine Vorlage. Seine ersten Monate in Deutschland verliefen allerdings alles andere als problemlos.

Konstantinos Karetsas
Foto: IMAGO

Schon vor der Verletzung in Berlin musste Borussia Dortmund einen beunruhigenden Moment rund um Konstantinos Karetsas erleben. Wenige Spiele zuvor brach der Grieche aufgrund von Kreislaufproblemen zusammen. Der Vorfall sorgte ebenfalls für große Sorgen. Nachdem sich der 18-Jährige davon erholt hatte, wollte er sportlich wieder angreifen und sich weitere Einsatzzeiten erarbeiten. Nun folgt der nächste Rückschlag. Dieses Mal betrifft das Problem das rechte Sprunggelenk. Statt sich in den kommenden Wochen weiter in die Mannschaft zu spielen, muss sich Konstantinos Karetsas zunächst auf seine Genesung konzentrieren.

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