Borussia Dortmund hat im Sommer offenbar versucht, ein vielversprechendes Sturmtalent aus den USA nach Deutschland zu holen. Doch im Werben um Malik Jakupovic biss der BVB bei Philadelphia Union auf Granit. Nun hat Ryan Richter, Trainer des MLS-Klubs, weitere Einblicke in die Hintergründe der gescheiterten Transferbemühungen gegeben.
Wie bereits im September berichtet wurde, soll Dortmund zwei Angebote für den 17 Jahre alten Angreifer abgegeben haben. Laut Sky beliefen sich diese zunächst auf zwei und anschließend auf drei Millionen Euro. Für Philadelphia Union waren die Offerten allerdings nicht ausreichend, um über einen Verkauf des Eigengewächses nachzudenken.
Ryan Richter machte deutlich, dass die Verantwortlichen in Philadelphia den Wert des Nachwuchsstürmers deutlich höher einschätzen. „Die Angebote, über die berichtet wurde, entsprachen nicht dem Potenzial, das wir in diesem Spieler sehen“, erklärte der Trainer gegenüber t-online.
In Philadelphia soll man sich Sky zufolge eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich vorstellen. Eine solche Forderung bestätigte Richter zwar nicht, machte aber deutlich, dass „die Summen, die berichtet wurden, für den Verein keinen Sinn ergeben hätten“.
Der MLS-Klub wolle dem Angreifer deshalb die bestmöglichen Voraussetzungen bieten, um seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. „Wir glauben voll an seine weitere Entwicklung und daran, dass er das Potenzial sowie die Fähigkeit hat, ein sehr hohes Niveau zu erreichen. Wir können ihm die Voraussetzungen bieten, sein Potenzial auszuschöpfen“, erklärte Richter.
BVB muss sich wohl weiter gedulden
Jakupovic hat trotz seines jungen Alters bereits erste Erfahrungen im Profifußball gesammelt. Im Februar debütierte er noch als 16-Jähriger für die erste Mannschaft von Philadelphia Union. In der aktuellen Saison konnte er in zehn Joker-Einsätzen ein Tor und eine Vorlage beisteuern.

Dortmund ist offenbar nicht der einzige Klub, der das Talent im Blick hat. Auch der FC Chelsea und die AS Monaco sollen sich mit dem Angreifer beschäftigen. Sein Vertrag in Philadelphia läuft noch bis 2030, wodurch der MLS-Verein bei möglichen Verhandlungen eine starke Position besitzt.
Richter ist sich allerdings bewusst, dass Philadelphia den Angreifer vermutlich nicht dauerhaft halten wird. Ein Wechsel werde „wahrscheinlich eines Tages stattfinden“, räumte der Trainer ein. Für den BVB bedeutet die Absage damit nicht zwingend das endgültige Ende der Bemühungen.
