Der BVB hatte nach dem Spiel in Baku gegen Sabah aufgrund des Ergebnisses allen Grund zur Freude. Doch duschen wollte man im Stadion nicht. Das sorgte für eine Debatte, die sogar Lothar Matthäus beschäftigt.
Sein Verdacht: „Ich glaube auch, dass es ein bisschen was mit der Vorbereitung zu tun hatte. Dass man versucht hat, es den Spielern so angenehm wie möglich zu machen.“ Das sagte Matthäus in der BILD-Sendung „Lothar legt los“.
Der 65-Jährige brachte eine frühere Ankunft auf den Hotelzimmern ins Gespräch, damit sich die Profis dort schneller einrichten und fertig machen könnten. Auch das anschließende Abendessen und die Zeitverschiebung führte er als mögliche Überlegungen an.
Lothar Matthäus, der nach eigener Aussage selbst kürzlich in Aserbaidschan war, hält die Duschen in Baku für einwandfrei: „Es ist alles eigentlich modern. Auch diese Duschen funktionieren. Ich gehe davon aus, dass es nicht nur kaltes Wasser war. Das ist meiner Meinung nach ordentlich.“
So erklärte der BVB die Entscheidung
„Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen, sondern im Hotel. Deswegen die schnelle Rückreise ins Hotel“, erklärte Trainer Niko Kovač. Sportdirektor Ole Book begründete die Wahl wiederum damit, dass die Duschen im Hotel angenehmer seien. Genau diese Diskrepanz in den Erklärungen sorgte für Überraschungen.

Das ist es auch, was Matthäus anmerkte. „Persönlich habe ich da gar keine Probleme damit, wenn Borussia Dortmund sich entschieden hat, nach dem Spiel nicht dort zu duschen, sondern im Hotel – aber man hätte es ja auch erklären können. Dann hätten wir jetzt keine Spekulationen“, so der Rekordnationalspieler. Immerhin: Wenn das das große Thema nach dem BVB-Spiel in Baku ist, dann weiß man immerhin, dass es sportlich recht gut gelaufen ist. Mit sechs Punkten aus drei Spielen in der Königsklasse sieht es für die Dortmunder nämlich nicht so schlecht aus.
