Borussia Dortmund steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Das ist erst einmal die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass gegen Werder Bremen wieder einmal genau das zum Thema wurde, was nicht mehr zum Thema werden sollte.
Der Start der Dortmunder war gut, inspirierend, dominant. Der BVB spielte schnell nach vorne, seine Überlegenheit aus. Joey Veerman verteilte die Bälle, offensiv hatte man eine gute Mischung aus Wucht, Spielglück und Entschlossenheit.
Trotzdem holte man Bremen nach der 2:0-Führung wieder ins Spiel. Das gefiel nicht jedem.
Ich muss ehrlich sagen, nach der 2:0-Halbzeitführung ist mir das alles zu viel gewesen. Wir müssen das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden. Spätestens nach der Chance von Carney in der zweiten Halbzeit müssen wir es nur noch zu Ende spielen. Das haben wir nicht geschafft, und dann wurde es ein wildes Spiel. So stelle ich mir das nicht vor. Wir waren viel zu offen, die Bremer sind vier-, fünfmal durch die Mitte durchgebrochen. Das haben wir taktisch nicht gut gemacht – aber Ende gut, alles gut“, erklärte Trainer Niko Kovac zum Beispiel.
Dortmund muss dringend etwas abstellen
Es ist und bleibt weiterhin frustrierend, was sich rund um den BVB abspielt. Klar, es reichte bisher, um viele Spiele in dieser Saison zu gewinnen und punktgleich in das Topspiel gegen die Bayern zu gehen. Aber wenn man sich die letzten Spiele ansieht und feststellt, dass es nur drei Siege aus den Partien gegen Bremen, Bodö/Glimt, Union Berlin, Sabah, Frankfurt und nochmals Bremen gab und diese Siege auch allesamt nur mit einem Tor Unterschied zustande kamen, dann sollten kritische Nachfragen erlaubt sein.

Das größte, wiederkehrende Muster, das man erkennen kann: Der BVB verlässt den Weg des Erfolgs in vielen Spielen. Gegen Werder in der Liga nahm man das Tempo und den Schwung raus, im Pokal verlor man die Klarheit in der Defensive, spielte im letzten Drittel nicht mehr konsequent genug. Und in beiden Spielen war vorher zu erkennen, dass es funktioniert, wenn alle am Limit agieren.
Doch wenn es Spieler gibt, die dieses Limit nicht erreichen, zu lässig spielen, Tempo herausnehmen wollen, dann wird man wackelig. Und es kommt in diesen Phasen auch zu wenig an Impulsen von außen. Das ist das große Problem im Spiel des BVB, das jetzt in Zukunft angegangen werden muss.
