Kuriose Szene nach BVB-Sieg: Kovac stellt Schiedsrichter live zur Rede

Nach dem dramatischen Pokalsieg gegen Werder Bremen übt BVB-Trainer Niko Kovac deutliche Kritik am Schiedsrichter. Dabei kommt es zu einer kuriosen Szene während eines Interviews.

Borussia Dortmund hat sich in einem dramatischen Pokalspiel gegen Werder Bremen durchgesetzt. Trotz des 3:2-Erfolgs war BVB-Trainer Niko Kovac nach dem Abpfiff allerdings nicht rundum zufrieden. Besonders eine umstrittene Elfmeterentscheidung brachte den 55-Jährigen auf die Palme.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stand eine Szene aus der zweiten Halbzeit. Dortmunds Julian Ryerson hatte Bremens Mick Schmetgens im eigenen Strafraum leicht am Arm gehalten, woraufhin dieser zu Boden ging. Schiedsrichter Robert Schröder entschied sofort auf Strafstoß und zeigte dem Norweger zusätzlich die Gelbe Karte.

Eine Entscheidung, die Kovac überhaupt nicht nachvollziehen konnte. „Das ist kein Elfmeter“, stellte der Dortmunder Trainer nach der Partie in der Mixed Zone klar. Anschließend ergänzte er kopfschüttelnd: „Da müssen wir nicht darüber diskutieren.“ Für eine kuriose Situation sorgte wenig später das zufällige Auftauchen des Schiedsrichtergespanns. Während Kovac noch über die strittige Szene sprach, liefen Schröder und seine Assistenten am Interviewbereich vorbei.

BVB-Trainer Kovac stellt Schiedsrichter Schröder zur Rede

Der BVB-Coach nutzte die Gelegenheit, um seinen Unmut direkt zum Ausdruck zu bringen. Mit erhobenem Zeigefinger wandte er sich an die Unparteiischen und fragte: „War das ein Elfmeter?“ Damit nicht genug: „Jungs, hört mir auf. Ey Robert, hast du ihn gesehen?“, legte Kovac nach.

Niko Kovac
Foto: IMAGO

Schröder ließ sich während des Interviews jedoch nicht auf eine ausführliche Diskussion ein. Kovac reagierte darauf mit einem Schmunzeln und kommentierte: „Okay, alles gut. Da habt ihr es. Passt. Mach weiter.“ Sportlich blieb die umstrittene Entscheidung für den BVB letztlich ohne Folgen.

Nachdem Dortmund zunächst mit 2:0 in Führung gegangen war, brachte Ex-BVB-Star Niclas Füllkrug die Bremer mit einem verwandelten Strafstoß zurück ins Spiel. Wenig später gelang dem Angreifer sogar der Ausgleich. Doch Marcel Sabitzer hatte das letzte Wort. Mit einem sehenswerten Freistoß kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit erzielte der Österreicher den entscheidenden Treffer zum 3:2 und sicherte Dortmund damit den Einzug in die nächste Pokalrunde.

Diesen Artikel teilen