Beim Klassiker zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund stand Joshua Kimmich nicht nur sportlich im Mittelpunkt. Für den Mittelfeldspieler war es der erste Einsatz nach dem plötzlichen Tod seines Vaters. Während der Partie kam es deshalb zu einem emotionalen Moment mit BVB-Trainer Niko Kovac, der seinen ehemaligen Schützling in den Arm nahm.
Die Gesten waren keineswegs zufällig. Kovac und Kimmich kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Bayern. Der heutige Dortmunder Coach hatte den Nationalspieler während seiner Amtszeit in München trainiert. Auch abseits des Platzes ist der Kontakt offenbar nicht abgerissen.
Kimmich hatte bereits vor dem Wiedersehen eine persönliche Nachricht von Kovac erhalten. Der Mittelfeldspieler zeigte sich davon besonders berührt und bedankte sich nach der Partie öffentlich für die Anteilnahme seines früheren Trainers: „Er hat mir auch unter der Woche geschrieben. Das fand ich sehr besonders, sehr speziell. Deswegen habe ich mich dafür bedankt“, verriet Kimmich.
Kovac erklärt emotionalen Moment mit Kimmich
Auch Kovac äußerte sich nach dem Spiel zu der Begegnung. Auf der Pressekonferenz machte der 54-Jährige deutlich, dass die Anteilnahme für ihn selbstverständlich gewesen sei.
„Nach dem unerwarteten Tod seines Vaters habe ich ihn natürlich kondoliert. Er hat dann auch zurückgeschrieben, und jetzt haben wir uns auch gesehen. Er hat jetzt drei Spiele nicht gespielt und dann ist es für mich auch ganz normal, dass man sich auch grüßt und umarmt“, erklärte der BVB-Coach.

„Wir hatten ja eineinhalb ganz ordentlich zusammengearbeitet, denke ich, und deswegen war die Geste, die wir beide mal gezeigt haben, menschlich. Das gehört sich, denke ich, auch“, fügte Kovac hinzu.
Damit unterstrich Kovac, dass zwischen ihm und Kimmich trotz der mittlerweile unterschiedlichen Vereinszugehörigkeit nach wie vor ein gutes Verhältnis besteht. Im sportlichen Konkurrenzkampf zwischen Bayern und Dortmund rückte dieser für einen Moment in den Hintergrund. Stattdessen zählte die menschliche Geste.
