Im Dezember machten Gerüchte um ein Interesse des FC Barcelona an Julian Ryerson die Runde, die sich bislang allerdings nicht verdichtet haben und sich aufgrund der bevorstehenden Rückkehr von João Cancelo nach Katalonien wohl auch nicht mehr verdichten werden. Dafür soll der Rechtsverteidiger von Borussia Dortmund nun auch in der Premier League Begehrlichkeiten wecken.
Beim 3:3 am Freitag bei Eintracht Frankfurt hat Ryerson einen vor allem offensiv sehr auffälligen Auftritt hingelegt. Neben der direkten Vorlage zum Führungstreffer von Maximilian Beier war der auf der rechten Schiene höher positionierte Norweger auch am 3:3-Ausgleich durch Carney Chukwuemeka beteiligt und erhielt anschließend via Ruhr Nachrichten ein generelles Lob von Trainer Niko Kovac: „Julian ist ein Skandinavier, man sieht, dass er ein Wikinger ist. So spielt er auch Fußball: Er schont sich nicht und er schont den Gegner nicht. Dazu hat sehr viel Drive nach vorne.“
Liverpool sucht einen Rechtsverteidiger
Letzteres war auch die Folge der Arbeit während des Trainingslagers auf Marbella, wo Kovac Ryerson gezielt zu mehr Offensivdrang animieren wollte – offenbar mit Erfolg, woran auch der Konkurrenzkampf mit dem bislang als deutlich offensivstärker eingestuften Yan Couto seinen Anteil hat. „Er hat einen guten Konkurrenten auf seine Seite mit Yan Couto. Die beiden schaukeln sich immer weiter hoch. Das gefällt mir“, freut sich Kovac über die regelmäßige Qual der Wahl, die ein Ryerson mit konstanten Offensivleistungen wie in Frankfurt noch schwieriger machen dürfte.
Daran, den 28-Jährigen abzugeben, denkt man in Dortmund nicht wirklich. Möglicherweise muss sich der BVB aber demnächst mit einem konkreten Angebot für den norwegischen Nationalspieler beschäftigen. Denn wie das Portal Absolut Fussball berichtet, soll nach dem FC Barcelona auch der FC Liverpool über Ryerson nachdenken.
Hintergrund ist, dass die Reds wegen des langfristigen Ausfall von Conor Bradley einen neuen Rechtsverteidiger hinzuholen wollen. Ryerson gilt dabei als Kandidat, ist aber wohl nicht die einzige Option, die Liverpool prüft.
