„Wir sind traurig“: Kovac reagiert auf Anselmino-Abschied beim BVB

Aaron Anselmino ist überraschend vorzeitig zum FC Chelsea zurückgekehrt und reißt eine Lücke in der BVB-Defensive. Trainer Niko Kovac erklärt vor dem Champions-League-Duell mit Inter Mailand, warum er dennoch gelassen bleibt.

Borussia Dortmund muss im Saisonendspurt einen personellen Rückschlag verkraften. Leihspieler Aaron Anselmino ist vorzeitig zum FC Chelsea zurückgekehrt, nachdem der Premier-League-Klub eine Rückhol-Klausel gezogen hatte. Beim BVB sorgte das für Enttäuschung – auch bei Trainer Niko Kovac.

„Aaron ist ein super Typ. Wir sind traurig, dass er uns verlassen hat“, sagte Kovac vor dem Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand am Mittwoch (21 Uhr). Zugleich machte der 54-Jährige aber deutlich, dass er keinen akuten Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt sieht: „Aber ich habe trotzdem noch fünf Innenverteidiger. Das muss ausreichen, um einen Ausfall zu kompensieren.“

Die personelle Lage in der Defensive bleibt dennoch angespannt. Neben dem Abgang Anselminos fehlen aktuell Niklas Süle (Rückenprobleme) und Marcel Sabitzer (Wade). Zudem ist Daniel Svensson gesperrt, Salih Özcan nicht für die Königsklasse gemeldet. Kovac ordnete die Situation nüchtern ein: „Wir sind dezimiert, was die Anzahl der Spieler betrifft. Aber wir haben weiterhin einen sehr guten Kader.“

BVB-Coach Niko Kovac warnt vor hoher Qualität von Inter Mailand

Zu den verbliebenen Optionen in der Abwehr zählen Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton, Ramy Bensebaini, Emre Can sowie Eigengewächs Filippo Mané. Dem 20-jährigen Italiener traut Kovac eine wichtige Rolle zu: „Er ist ein Spieler, der sich sehr gut entwickelt hat. Man sieht, dass junge Spieler in einem halben Jahr einen großen Sprung machen können.“

Sportlich steht für den BVB am letzten Spieltag der Champions-League-Ligaphase ein richtungsweisender Abend an. Als Tabellen-16. kämpft Dortmund um ein möglichst gutes Ausgangsszenario für die Playoffs. Kovac verzichtet auf Rechenspiele und gibt eine klare Marschroute vor: „Es geht darum, dass wir die 90 Minuten so spielen, wie wir müssen. Mit Intensität, Aggressivität, Energie. Wir wollen gewinnen.“

Gegen den italienischen Spitzenklub erwartet der BVB-Coach eine schwere Aufgabe: „Die Qualität in der Champions League ist eine sehr, sehr gute. Wir spielen gegen eine richtig klasse Fußballmannschaft.“ Umso wichtiger sei es, defensiv stabil zu stehen und die Chancen nach vorne konsequent zu nutzen.

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