Beim Kicker widmet man sich in einer der letzten Ausgaben des Daily-Podcasts den wichtigen Themen bei Borussia Dortmund. Patrick Kleinmann heißt einer der BVB-Experten der Publikation, der bereitwillig zu gleich drei verschiedenen Themen rund um den BVB Auskunft gibt.
Zu Beginn wird das Thema, ob der BVB durch das Verkürzen des Rückstands auf den FC Bayern auf „nur“ noch acht Punkte jetzt tatsächlich zum ernsthaften Meisterjäger schnell als doch eher unrealistisches Szenario abgehakt. Immerhin habe der BVB mit dem 3:0 bei Union Berlin signalisiert, dass mit ihm zu rechnen ist, sollte der Tabellenführer FCB noch weitere Male stolpern.
Erstes größeres Thema ist die für Nico Schlotterbeck anstehende Entscheidung, ob er sich mit einem neuen Vertrag weiterhin an den BVB binden soll – oder ob er Dortmund verlässt, dann wahrscheinlich in Richtung Ausland. Dieser Frage wird auch in diesem Beitrag bereits nachgegangen.
Kleinmann gibt zu bedenken, dass die Aussicht, eine BVB-Legende wie Jürgen Kohler oder Mats Hummels werden zu können, dem Nationalspieler für einen Verbleib eventuell nicht ausreicht, auch wenn er sich in Dortmund wohl fühlt. Die Aussicht auf ab und zu den DFB-Pokal und alle zehn Jahre mal eine Meisterschaft könnten Nico Schlotterbeck zu wenig sein. Regelmäßig Titel hole man nur in anderen, größeren Clubs. Wie Schlotterbeck diese Argumente gewichtet, bleibe aber vorerst offen.


BVB-Legende wie Jürgen Kohler werden?
Zum heutigen Spiel gegen Inter Mailand wird angemerkt, dass die Konstellation beim BVB diesmal anders ist als zuletzt häufig. Während man in der Bundesliga reüssiert, ist man in der Champions League ins Stocken geraten. Seit drei Spielen ohne Sieg, hat man zuletzt sogar zweimal in Folge verloren. Das Erreichen der Top 8 sei heute aber ebenso unrealistisch wie ein Ausscheiden, wenn auch beides rechnerisch nicht ausgeschlossen ist.
Bleibt das Thema Nachwuchs und welche Talente sich dort aufdrängen. Unter dem neuen Geschäftsführer Sport, Lars Ricken, der selbst die Jugend des BVB durchlief und längere Zeit Nachwuchsleiter war, besteht Hoffnung, dass es in Kürze wieder Talente zu den Profis von Niko Kovac schaffe. In letzter Zeit verlief die Förderung von fähigen Jungstars nicht mehr so erfolgreich wie beim BVB eigentlich üblich.
Der Kicker nennt Samuele Inacio, Mathis Albert, Mussa Kaba und auch Justin Lerma, denen zuzutrauen ist, bald zu den Profis zu stoßen. Einige von ihnen hatten bereits am Wintertrainingslager der Profis teilgenommen. Nun bleibe die Frage, wer von ihnen wie schnell den Sprung auf ein höheres Niveau schafft – und wie viele Chancen ihnen Niko Kovac dafür ermöglicht.

