Setzt Borussia Dortmund seine Erfolgsserie fort? Bislang stehen fünf Siege aus fünf Partien in der Rückrunde zu Buche. Die Aufgabe am Samstag (21. Februar, 18:30 Uhr) ist aus verschiedenen Gründen aber keine einfache.
Erschwert wird das Gastspiel in der Red Bull Arena durch die weiterhin prekäre Situation in der Abwehr. „Es ist einfach“, stellt Niko Kovac (54) am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Begegnung kurz und bündig fest. „Alles, das was wir vor dem letzten Spiel gesagt haben, ist weiterhin so. Alle vier sind nicht verfügbar.“ Gemeint ist das Defensivquartett bestehend aus Nico Schlotterbeck (26), Niklas Süle (30), Emre Can (32) und Filippo Mane (20).
Vor allem das Fehlen von Abwehr-Chef Schlotterbeck ist trotz des Zu-Nullerfolges in der Champions League gegen Atalanta Bergamo eine schwere Bürde. Der Innenverteidiger sei bereits wieder auf dem Platz gewesen, informiert der BVB-Trainer. Obgleich sich der 26-Jährige „gut“ fühle, wolle man „nicht zu viel Risiko gehen“ und müsse „Geduld mitbringen“. „Er würde gerne wollen“, freut sich Kovac über den Ehrgeiz seines Schützlings, „aber wir müssen vernünftig sein.“ Daher werde er schweren Herzens auf den gebürtigen Waiblinger verzichten („eine Vorsichtsmaßnahme“).
Auch bei Can, der sich mit Adduktorenproblemen plagt, werde man „kein Risiko eingehen“, betont der Übungsleiter der Borussia. „Wir müssen das mit Verstand angehen“, erklärt er und will den Mannschaftskapitän nicht zu früh einsetzen.
Lob, aber auch Warnung für Reggiani
Aus der Not eine Tugend gemacht und Luca Reggiani gebracht: So lässt sich verkürzt das Debüt des 18 Jahre jungen Innenverteidigers bei den Profis zusammenfassen. Doch Kovac warnt: „Wir müssen dosieren, dürfen ihn nicht verheizen.“ Überzeugt ist er jedoch von dem Youngster, der ein „toller Fußballspieler“ werden könne. „Dafür braucht es aber auch einen gesunden Kopf“, warnt der erfahrene Chef-Trainer, der selbst 241-mal in der Bundesliga auf dem Platz stand.

Ein Extralob hat er für Waldemar Anton parat. Der 29-Jährige ist die einzig verbliebene Stammkraft in der Abwehrzentrale. „Ich bin froh, dass er endlich die Lorbeeren ernten darf, die er verdient“, stellt Kovac fest. „Waldi ist eine stille Führungspersönlichkeit“, die Fußball „spielt, schläft, trinkt“. Und weiter: „Er hilft der Mannschaft unheimlich mit der Stabilität, Aggressivität und seiner Leadership.“
